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Infos zu früheren Besuchen in Piräus, Griechenland:
AIDA-Ausflug PIR04 („Antikes Korinth“)
AIDA-Ausflug PIRB43 („Komm an Land – per Pedelec“)

Heute haben wir unseren ersten griechischen Hafen, Piräus, erreicht. Und da bietet es sich natürlich an, mal einen Abstecher nach Athen zu machen.

Hafeneinlauf in Piräus

Hafeneinlauf in Piräus

Doch zuvor gibt es erst einmal das obligatorische Frühstück im French Kiss. Da wir erst gegen 9.15 Uhr anlegen (geplant war eigentlich 10 Uhr), habe ich auch keine besondere Eile und einen Ausflug, der mich zum frühen Aufbrechen nötigen würde, habe ich ja auch nicht gebucht. Vielmehr stelle ich noch die Pressemeldung von AIDA zum Black Friday ein (die dieses Jahr wirklich nicht schlecht sind) und mache mich dann individuell auf den Weg nach Athen.

Hop-on-hop-off-Busse am Hafen

Hop-on-hop-off-Busse am Hafen

„Individuell“ heißt in diesem Fall, dass ich weder einen Ausflug mit Freizeit in Athen, noch den AIDA-Shuttlebus (für 25 €) oder einen Hop-on-hop-off-Bus (wird von AIDA ebenfalls für 25 € angeboten) bzw. ein Taxi nutze, sondern mich auf den Weg mache, um mit der Metro nach Athen zu fahren. Das hat nämlich den unschätzbaren Vorteil, dass man sich im wesentlichen den Straßenverkehr nach Athen spart – und da kann die Fahrt auch gern mal 1 – 1,5 Stunden dauern. Und da vielleicht zukünftig ja auch andere auf diese Idee kommen, hier mal die ausführliche Beschreibung, wie das geht:

Die AIDAprima liegt im Hafen von Piräus aktuell am Terminal B (das ist direkt an der Hafeneinfahrt). Die Metro fährt allerdings von der gegenüber liegenden Seite des Hafen ab – also in der größtmöglichen Entfernung. Zu Fuß wäre man da geschätzt eine Stunde unterwegs – von daher braucht es einen Plan B. Hierzu geht man vom Schiff knapp 10 Minuten zu Fuß zum Hafenausgang (das ist das Gate E12). Dreht man sich nun um, so dass man auf das Schiff guckt, findet man rechts vom Hafentor einen Ticketautomaten, an dem man Fahrkarten für Busse und Bahnen kaufen kann (gegen Bargeld und/oder Kreditkarte).

Hafeneingang - Tor E12 (Terminal B)

Hafeneingang – Tor E12 (Terminal B)

Diesen kann man zunächst mal auf „Deutsch“ umstellen und dann das gewünschte Ticket kaufen. Ich habe mich der Einfachheit halber für eine 24-Stunden-Tageskarte entschieden – die kostet 4,10 € und beinhaltet beliebig viele Fahrten mit Bus, Tram und Metro. Beim Einsteigen in einen Bus hält man sie einfach vor einen Entwerter (in der Karte ist ein NFC-Chip), bei der Nutzung der Metro öffnet man damit den Durchgang zu den Gleisen. Das gleiche gilt da übrigens auch beim Verlassen der Station – einfach an den Leser halten, dann ist die Fahrt abgeschlossen.

Mit der Fahrkarte in der Hand geht es dann etwa fünf Minuten zu Fuß die Straße („Miaoulis Avenue“) geradeaus. Dort stehen am rechten Fahrbahnrand verschiedene Busse in „Lauerstellung“; weiter vorn findet sich dann die Haltestelle („Apheteria“) der Linie 843 (und wahrscheinlich auch schon ein Bus, da diese alle 10 – 15 Minuten fahren). Dieser bringt uns dann zur Metro-Station (das sind sechs Haltestellen – die Haltestelle zum Aussteigen heißt „St. Metro Peiraiaz“ und liegt gegenüber dem Hafeneingang „E6“.

Metrostation in Piräus

Metrostation in Piräus

Direkt neben der Bushaltestelle befindet sich dann der Eingang zur Metro. Hier entwertet man seinen Fahrschein und geht dann auf die Seite, auf der die Bahn in Richtung „Airport“ fährt (das ist die blaue Route, Linie 3).

Metrofahrtroute Linie 3 (blau)

Metrofahrtroute Linie 3 (blau)

Auffällig ist hier übrigens die Sauberkeit – das sieht alles ziemlich neu und sehr gepflegt aus. Und: es gibt einen Serviceschalter. Mit echten Menschen. Die Auskunft geben und bei Fragen weiterhelfen. Wahnsinn! Sowas gab es bei uns früher ja auch mal, die Schalter sind meistens auch noch da. Da hängen dann jetzt so vergilbte Vorhänge vor den Fenstern und ein Schild bittet um Verständnis, dass der Schalter nicht besetzt ist (und wohl auch nie mehr besetzt werden wird).

Ich gehe also auf den Bahnsteig (die Rolltreppen funktionieren hier übrigens alle und auch Aufzüge gibt es) und wenige Minuten später kommt auch schon die Metro. Ich suche mir einen Platz und stelle zweierlei fest:

  1. Niemand schreit in sein Handy (und das plärrt auch nicht lautstark den Sound aus einem TikTok-Video zurück) und
  2. etwa 1/3 der Passagiere trägt eine Maske – freiwillig.

Zugegeben, das gefällt mir.

Metrostation in Athen

Metrostation in Athen

Zehn Haltestellen später („Syntagma“), steige ich aus und wechsele auf die rote Route (Linie 2) in Richtung „Elliniko“, die eine Haltestelle später direkt am Fuße der Akropolis hält (deshalb heißt die Station vermutlich auch „Akropoli“). Von hier aus kann man also individuell auf die Akropolis oder – wie ich – in die Altstadt („Plaka“) gehen.

Metrostation Akropolis

Metrostation Akropolis

Insgesamt war ich jetzt gut 45 Minuten unterwegs – ich denke, viel schneller und billiger wird es kaum gehen. Und ich bin zeitlich völlig ungebunden und kann frei entscheiden, wann ich wieder zurück fahre.

Akropolis

Akropolis

Jetzt gehe ich aber erst  mal ein bisschen über die Plaka bummeln, suche (und finde) einige Geocaches und stelle fest, was der Satz „Eulen nach Athen tragen“ tatsächlich bedeutet. Nämlich, dass das tatsächlich jemand gemacht hat – die stehen nämlich alle hier in den Souvenirläden im Regal. Wenn mein Gepäck und der Platz in meine Vitrinen nicht begrenzt wäre, hätte ich jetzt bestimmt 30 neue Exemplare mitgenommen. So habe ich mich aber auf eine mittelgroße und ein paar Eulen- Magnete beschränkt.

Souvenirladen in der Plaka

Souvenirladen in der Plaka

Doch weiter im Programm. Ich bin in Griechenland und mag griechisches Essen. Also mache ich mich auf die Suche nach einer Taverne, in der ich etwas typisch Griechisches essen kann ohne schon am Eingang mit einer für Touristen von Google übersetzen Speisekarte auf Deutsch empfangen zu werden,

Und die finde ich in einer Nebenstraße: im „Kayak“ esse ich einen griechischen Salat und natürlich eine Portion Tzatziki. Hat lecker geschmeckt und passt in mein Konzept, bei Landgängen auch immer etwas Geld im Land zu lassen – vom „Nur-Gucken“ kann sich nämlich niemand etwas kaufen. Und da sehe ich uns Kreuzfahrer schon ein bisschen in der „Pflicht“. In ärmeren Ländern natürlich noch ein bisschen mehr – da kaufe ich dann auch schon mal ein überteuertes Souvenir bei einem Straßenhändler.

Tzatziki :-)

Tzatziki 🙂

Gut gesättigt mache ich mich auf den Weg zurück zum Schiff. Und der ist nicht wirklich kompliziert: einfach alles in umgekehrter Reihenfolge. In den Metrostationen muss man natürlich auf die Fahrtrichtung achten …

Metrostation in Athen

Metrostation in Athen

Zurück an Bord habe ich dann auch gleich schon den nächsten Termin: ein „Virtual Reality“-Abenteuer steht an.

Das hatte ich ja schon mal auf der Cosma gemacht und war absolut begeistert. Und so habe ich das auch hier wieder gebucht – jetzt arbeite ich mich mit VR-Brille und Handcontrollern durch das Miniatur-Wunderland in Hamburg, fahre Gondel und Heißluftballon, male Figuren an und fahre natürlich auch ein Stück mit einer Eisenbahn.

Virtual Reality Abenteuer

Virtual Reality Abenteuer

Irgendwie macht das Mega-Spaß – und so wird es sicherlich noch mal eine Wiederholung geben, wenn Christine in der nächsten Reise dazu kommt … dann retten wir die Welt in „Alpha Mods“ …

Das Abendessen gibt es heute dann erst um 20 Uhr im French Kiss – vorher war kein Tisch zu bekommen. Aber durch das eingeschobene Mittagessen in Athen wäre 18 Uhr eigentlich auch zu früh gewesen. Und so findet sich das auf dem Tisch, was sich sonst hier auch findet: Beef Tartar und Schnecken, zum Hauptgang heute mal Entenfilet und zum Dessert der AIDA-Kussmund.

AIDA-Kussmund im French Kiss

AIDA-Kussmund im French Kiss

Im Anschluss geht es dann auch gleich nahtlos weiter: auf dem AIDA-Plaza wird zum Aktiv-Bingo gerufen. Die Scheine hatte ich ja gestern schon besorgt – jetzt geht es eigentlich nur noch um den Gewinn …

Die Idee mit dem Bingo haben aber auch andere – es ist ziemlich voll hier. Ich habe mir einen Platz in einer Ecke auf der Plaza-Treppe gesucht, in der Hoffnung, dass hier dann nicht so ein Gedrängel herrscht. Allerdings vergebens. Ich setze also mal meine Maske auf, man muss im Urlaub ja nicht zwingend etwas riskieren.

Das sieht die Dame, die sich direkt neben mich gesetzt hat, allerdings anders: „Haben Sie die jetzt etwa wegen mir aufgesetzt?“ Nun, eigentlich schon. Also: „Nicht nur, aber auch.“ Und dann gehts los: „Das ist ja wohl eine Unverschämtheit, mir zu unterstellen, dass ich jemanden anstecke.“ Den Rest schenke ich mir – ihr Gesichtsausdruck auf meine Antwort, dass sie eher froh sein sollte, dass ich eine Maske aufgesetzt habe, spricht aber Bände. Sie hat dann übrigens woanders gesessen … 🙂 Oh Mann, wie schön war da die griechische Gelassenheit mit den Masken in der Metro.

Doch zurück zum Bingo: im Gegensatz zum Jackpot-Bingo im Theatrium gibt es hier noch die altbekannten Aktiv-Komponenten wie Schnaps-, äh, Sektzahlen, Pfirsichzahlen oder die Lochzahlen. Und halt Sekt bis zum Abwinken … Der Tagesjackpot liegt aber auch hier immerhin bei 1.000 € – den gewinnt allerdings niemand. Aber 470 € als Tagesgewinn sind dann ja auch nicht zu verachten – sie sind halt nur leider nicht in meinem Kabinensafe gelandet 🙁

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