Vor zwei Wochen ging es wieder los: ich war eine Woche auf AIDAprima in Dänemark und Schweden und direkt danach eine Woche auf AIDAmar in Norwegen unterwegs.

Und von diesen beiden Reisen gibt es auch wieder einen täglichen Live-Blog – also seid gespannt, was ich so erlebt habe. Zumal ja die Reise auf AIDAmar eine der ersten „Geimpften-Reisen“ ist – schauen wir mal, wo denn so die Unterschiede zu einer der anderen Reisen liegen …


 

Samstag, 02. Oktober 2021, 22.55 Uhr</strong

So, das war’s.

Nachdem wir gestern Abend in die Elbe eingefahren sind, hat sich das auch mit dem Seegang schlagartig erledigt und jeder konnte eine ruhige letzte Nacht genießen.

Ab 7.30 Uhr hat heute das Rossini geöffnet, gegen 8 Uhr soll das Schiff freigegeben werden – passt also für einen frühen Start nach Hause. Und so bin ich um 7.30 Uhr am Rossini und stelle fest, dass die meisten Tische schon belegt sind und die Leute essen – offensichtlich hat es dann heute wohl doch früher geöffnet. Aber das ist nicht tragisch – zum einen wollte ich ja sowieso nicht mitten in der Nacht aufstehen, zum anderen ist das Schiff ja auch noch gar nicht frei.

Und dann habe ich ja eigentlich als Chek-Out-Zeit 10.00 Uhr gebucht, da ich ja ursprünglich mit dem ICE nach Hause fahren wollte. Jetzt, wo mein Auto direkt neben dem Schiff steht, würde ich natürlich so früh wie möglich gehen wollen. Mal schauen, ob das funktioniert …

Ich frühstücke also erst einmal in Ruhe, lese die Zeitung und warte auf die Schiffsfreigabe (die ja dann vermutlich nur im öffentlichen Bereich zu vernehmen ist). Und die kommt dann gegen 8.10 Uhr – verbunden mit dem Hinweis, dass jeder, der will, das Schiff sofort verlassen kann. Kein Wort mehr zu den Check-Out-Zeiten. Im Gegensatz zur AIDAprima in Kiel scheint das hier auf AIDAmar also niemanden zu interessieren. Gut zu wissen …

Und so mache ich mich ein letztes Mal auf den Weg in meine Kabine, hole meine Koffer und verlasse AIDAmar. Direkt gegenüber dem Terminalausgang finde ich auch schon zwei Parkautomaten, an denen ich mein Ticket entwerten kann. Also, Einfahrtticket einschieben, Gutscheinticket von AIDA hinterher, Einfahrtticket herausnehmen – das wars. Diejenigen, die über Parken & Meer gebucht haben, machen jetzt das gleiche – nur halt im Büro mit einem lebenden Mitarbeiter. Und zumindest aktuell kann ich da keine Warteschlangen wahrnehmen – von daher wäre es jetzt egal. Grundsätzlich kann ich mir aber schon vorstellen, dass das am Automaten schneller zu erledigen ist.

Ich verstaue mein Gepäck im Auto und mache mich auf den Weg in Richtung Heimat … dort werde ich dann gegen 13.30 Uhr nach rund fünf Stunden ankommen. Interessanterweise mit knapp 100 km rein elektrischem Fahren, obwohl mein Akku jetzt mehr oder weniger leer ist – allein durch Rekuperation lässt sich also schon eine Menge Energie einsparen (erzeugen) – Technik, die mich immer wieder begeistert.

Ja, und damit wären meine Reisen auf AIDAprima und AIDAmar an ihrem Ende angelegt. Schön, dass Ihr mir bis hierhin gefolgt sein …

Und ab dem kommenden Wochenende geht es hier dann auch gleich weiter – mit dem Live-Blog über zwei Wochen AIDAblu in Griechenland. ich freue mich auf Euch, schaut einfach mal vorbei …

 

 

 

Freitag, 01. Oktober 2021, 20.32 Uhr</strong

SeekrankheitKurz vor 20.00 Uhr gehe ich dann mal ins Marktrestaurant – und bekomme auch problemlos einen Tisch. Gefühlt ist das Restaurant nur halb voll … wahrscheinlich sind alle um 18.00 Uhr beim Essen gewesen oder der eine oder andere hat sich dann doch nicht so wohl gefühlt, dass er unbedingt etwas essen wollte. Zumal inzwischen in den Treppenhäusern die Geländer „geschmückt“ wurden

Aber wie auch immer – mir hat es geschmeckt.

Und dann will ich noch mal zwei Anregungen in den Raum stellen, die mir auf dieser Reise so eingefallen sind …

Das Thema „Borddurchsagen“, insbesondere die von der Brücke. Die sind ja nun durchaus für die meisten von Interesse, sind aber nur in den öffentlichen Bereichen zu hören (und auch da nicht überall), um niemanden zu stören. Das hat dann aber zur Folge, dass man die Durchsagen nur dann hören kann, wenn man sich zufällig zur Zeit der Durchsage in einem entsprechenden Bereich aufhält.

Und hier könnte man ggf. mal darüber nachdenken, etwas von einem Mitbewerber zu übernehmen – da sind die Borddurchsagen nämlich allesamt über das Bordportal abrufbar. Diese werden dort zum Abruf eingestellt und können dann einfach zu jeder beliebigen Zeit abgehört werden. Wäre das nicht mal eine Idee …?

Die andere Anregung betrifft die Getränkebestellung in den Bars. Diese werden ja von einem Kellner elektronisch aufgenommen, danach an die Bar übermittelt und von einem anderen Kellner ausgeliefert. Hier könnte man – parallel zum bestehenden System, ohne das abzulösen – auch die Bestellung mittels Bordportal ermöglichen.

Genau wie ich im Bordportal beispielsweise meine Ausflüge reservieren kann, könnte man darüber doch auch die entsprechende Bar auswählen, dann die Tischnummer eingeben (steht ja auf dem Aufsteller auf jedem Tisch) und die gewünschten Getränke auswählen. Der Rest könnte dann ablaufen wie bei der heutigen Bestellung auch. Vorteil wäre eine schnellere Bestellung, da man nicht auf einen Kellner warten muss und eine Entlastung des Personals (die ja aktuell sowieso am Limit unterwegs sind). Und wer die bisherige Variante bevorzugt, könnte diese ja weiterhin in Anspruch nehmen. Ich würde das sicherlich nutzen …

Jetzt gehe ich aber erst mal ans Koffer packen, bevor ich mir die Wiederholung der letzten Prime Time der Reise, die um 20 Uhr parallel zum Abendessen stattfand, im Bord-TV anschaue und dann die vorerst letzte Nacht an Bord von AIDA verbringe.

OK, Sonntag in einer Woche gehts dann auf AIDAblu in Griechenland weiter – aber das wird dann ein neuer Blog …

 

 

 

Freitag, 01. Oktober 2021, 19.17 Uhr</strong

SeetagGrau in grau – so lässt sich der Blick aus dem Fenster beschreiben. Und so wird es heute auch bleiben.

Nachdem es heute Nacht durchaus die eine oder andere Schiffsbewegung gegeben hat (obwohl in den Treppenhäusern nichts ausgehängt ist), werden wir auch den heutigen Seetag zurück nach Hamburg mit Seegang beglückt. Die Wellen erreichen nach Informationen von der Brücke eine Höhe von etwa 5-6 Metern, die Windstärke liegt bei 9 bft. Das hört sich aber irgendwie schlimmer an, als es tatsächlich ist. Wobei – wenn jemand da empfindlich drauf reagiert, ist der heutige wahrscheinlich nicht ganz so schön.

Aber sehen wir es einmal anders – wir hatten bei der Reise bisher mit dem Wetter unverschämtes Glück – egal ob in Bergen oder im Geiranger Fjord oder auch in Ålesund, immer war uns die Sonne hold. Lediglich gestern in Stavanger war es ganztägig bewölkt, aber (fast) den ganzen Tag trocken. Das kann auch ganz anders aussehen – wir können ja mal unserer Vorgänger auf dieser Kreuzfahrt fragen …

Also wollen wir uns mal nicht beschweren sondern lieber ins Rossini zum Frühstück gehen. Ein kurzer Check vor den anderen Restaurants zeigt übrigens, dass da heute keine Schlangen sind. Vielleicht war ich ja doch immer nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Nach dem Frühstück gehe ich in die Mar Bar (das ist die einzige im Inneren, die um diese Zeit schon offen hat, wenn man mal von der Raucherbar (Beach Bar) absieht, trinke noch einen Cappuccino und lese die Zeitung.

Ich schaue auch mal kurz in die AIDA Heute und bin doch erstaunt, was da so alles zum Mitmachen angeboten wird – hier mal ein kleiner Auszug daraus (ob das heute bei dem Wetter natürlich auch so alles umgesetzt werden kann, sei einmal dahingestellt):

Shuffleboard, Strick- und Häkeltreff, Freundschaftsarmbänder knüpfen, AIDA Boccia, Skat- und Schachtreff, Volleyball, Dart, Musik Quiz, „Stadt, Land, Fluss“, Kino, Tischtennis, Jackpot-Bingo, Wahrheit oder Lüge, Mandalas malen, Eisblockschießen, …

Wellness OaseIch habe für heute in weiser Voraussicht aber bereits zu Hause für den Nachmittag die Wellness Oase gebucht, so dass ich ab 12.00 Uhr wieder einmal relaxen kann. Heute ist es allerdings deutlich voller dort – die Idee hatten also auch andere. Aber an einem Seetag ist das ja auch zum erwarten.

Nicht ganz außer Acht lassen darf man allerdings dass die Wellness Oase am Bug ziemlich weit oben liegt – und von daher bekommt man dort natürlich am meisten vom Seegang mit. Es ist dort durchaus ein bisschen unruhig und ab und zu schwappt auch mal ein bisschen Wasser aus dem Pool.

Gemütlich ist es dafür in der Sauna – und auch heute relativ leer, da man sich dort ja dann doch nicht so ewig lange aufhält und dadurch ein regelmäßiger Personenwechsel stattfindet – ich war beispielsweise nie mit mehr als vier Personen gleichzeitig in der Sauna. Ach ja, ich habe mal getestet, wie lange die Sanduhren brauchen, bis sie durchgelaufen sind: 20 Minuten. Von daher macht es für die meisten wahrscheinlich schon Sinn, nach der Hälfte oder Dreiviertel der Zeit die Sauna wieder zu verlassen …

„Verlassen“ ist übrigens das Stichwort – auch wenn ich die Wellness Oase bis 16 Uhr gebucht habe, gehe ich dann schon gegen 15.15 Uhr – ich muss jetzt doch mal was essen. Das Mittagessen habe ich ja wie meistens ausfallen lassen – und leerer Magen und Seegang passen nicht so richtig zusammen. Und von daher muss da jetzt mal was rein.

Spanien-BurgerAllerdings gibt es da nur begrenzte Optionen – entweder ein Stück Kuchen an der Bar oder das „Best Burger @ Sea“. Alles andere hat jetzt geschlossen. Aber ich habe Glück – obwohl ich nicht reserviert hatte (ich wusste ja auch nicht, dass ich jetzt einen Burger essen will), ergattere ich einen freien Platz (viele sind es aber tatsächlich nicht) im Best Burger und kann so Chili-Poppers als Vorspeise und dann den „Daily Burger“ (Spanien Burger: Rindfleisch mit Manchego Käse, Serrano Schinken und Aioli) essen.

Danach gehe ich mal in die Kabine, lese ein bisschen (zum Kofferpacken, was ich eigentlich geplant hatte, ist mir aktuell zu viel Bewegung in der Kabine) und entscheide mich, erst gegen 20.00 Uhr zum Abendessen zu gehen. Zum einen ist es dann hoffentlich etwas leerer als um 18 Uhr, zum anderen bin ich durch den Burger jetzt ja erst einmal satt.

 

 

 

Donnerstag, 30. September 2021, 20.45 Uhr</strong

Ich hatte es fast befürchtet. Als ich gegen Viertel vor acht ins East Restaurant wollte, wurde ich von einer Schlange empfangen. Zugegeben, nur acht Personen, aber immerhin. Da müssen auch erst einmal fünf Tische frei werden.

Also ein Deck tiefer ins Bella Donna. OK, und dann noch eins tiefer ins Marktrestaurant. Überall das gleiche Bild. Die Schlangen sind zwar alle relativ kurz, aber Wartezeiten sind halt trotzdem da.

SchweinshaxeUnd auf die habe ich jetzt keine Lust – also ab ins Brauhaus. Da klappts wieder – und so kommt heute halt mal die Schweinshaxe auf den Teller und dann in den Harald. Ist ja nicht so, dass das hier nicht schmecken würde …

Klar, durch die Abstandsregelungen sind die Plätze in den Restaurants begrenzt, man kann sich nirgendwo dazu setzen und auch die großen Tische können nur teilweise genutzt werden. Aber es sind ja auch nur 1.340 Passagiere an Bord und keine 2.500 …

Bln mal gespannt, wie das dann übernächste Woche auf AIDAblu in Griechenland ist. Das Schiff ist ja baugleich zur Mar und die Passagierzahl wird in den Herbstferien ja kaum geringer sein …

Vielleicht sollte ich prophylaktisch doch schon mal für einige Abende im Buffalo reservieren …?

Aber satt bin ich ja trotzdem und gut geschmeckt hat es auch. Von daher schaue ich mir jetzt erst mal das Auslaufen aus Stavanger an – immerhin das letzte Mal auf dieser Reise, die nach dem morgigen Seetag dann ja am Ssmstag in Hamburg endet.

Im Übrigen gab es bislang auf dieser Reise noch keinen nennenswerten Seegang (ja, nachts hat man manchmal schon gemerkt, dass man auf einem Schiff ist – aber das hatte nichts mit „Seegang“ zu tun). Das war auf unserer Vorgängerfahrt ja wohl komplett anders – und da waren wohl auch die einzelnen Hafentage ziemlich verregnet. Also – Glück gehabt. Wobei man gerade in Norwegen im Herbst natürlich mit jedem Wetter rechnen muss: Sonne, Regen, Schnee, Sturm – da kann alles dabei sein.

Aber noch einmal zum Seegang: da den ja jeder anders empfindet und es daher schwierig ist, das allgemeingültig zu definieren, orientiere ich mich an den Treppenhäusern.

Hängen dort keine Behälter mit „Spuckbeuteln“ (ja, so heißen die Kotztüten tstsächlich), dann ist „kein Seegang“. Hängt nur ein Behälter je Deck dort, ist „leichter Seegang“, hängen dort mehrere Behälter in kürzeren Abständen (so in Armlänge), dann ist „starker Seegang“.

Und damit kann dann jeder so ungefähr abschätzen, was ich meine, wenn ich von „Seegang“ schreibe.

Während ich zurück auf die Kabine gehe, um noch ein bisschen zu lesen, schaue ich noch mal in drei Restaurants vorbei – alle haben ja noch eine halbe Stunde geöffnet. Und jetzt wäre es auch überall problemlos möglich, einen Tisch zu bekommen – vielleicht probiere ich das dann morgen mal aus.

 

 

 

Donnerstag, 30. September 2021, 18.14 Uhr</strong

Zurück auf meiner Kabine habe ich dann einen Umschlag auf meinem Bett vorgefunden: darin ein Guthabenticket für den Parkplatz in Hamburg. Läuft.

Ursprünglich hatte ich den Parkplatz über „Park & Meer“ für 109,00 € gebucht, habe dann aber wenige Tage vor der Reise storniert und den gleichen Parkplatz über AIDA gebucht (auch für 109,00 €). Und grundsätzlich macht das eigentlich auch kein Unterschied, es handelt sich in beiden Fällen ja u den gleichen Parkplatz direkt am Cruise Terminal in Steinwerder.

Berichten im Internet nach zu urteilen, gibt es allerdings wohl doch einen kleinen Unterschied (das kann ich aber selbst nicht bestätigen sondern nur so wiedergeben, wie ich es gelesen habe) – und der hat etwas mit dem Ausfahrtticket zu tun.

Bei der Einfahrt auf den Parkplatz zieht man an der Schranke ein Einfahrtticket. Dieses wird dann auch zur Ausfahrt benötigt, allerdings muss es vorher entwertet (bezahlt) werden. Und das geht bei AIDA mit Hilfe des Gutscheintickets, das ich heute erhalten habe, direkt am Parkautomat in Steinwerder. Da wird also erst das Einfahrtticket eingeschobenen, dann das AIDA-Gutschein-Ticket und dann kommt das entwertete Einfahrtticket wieder heraus, mit dem man dann den Parkplatz einfach verlassen kann.

Bei Parken & Meer muss man für diesen Vorgang zwei Mal das im Terminal angesiedelte Büro aufsuchen. Einmal bei der Ankunft auf dem Parkplatz (hier wird das Einfahrtticket gegen eine „Einstellbestätigung“ eingetauscht) und einmal nach Rückkunft von der Kreuzfahrt (hier wird dann die Einstellbestätigung gegen ein Ausfahrtticket getauscht). Und dabei scheint es wohl ein Missverhältnis zwischen Mitarbeitern und Kunden zu geben, so dass man hier jeweils wohl teilweise relativ lange anstehen muss, bis man sein Unterlagen in den Händen hält. Wie gesagt – ich kann das aktuell weder bestätigen noch dementieren. Die AIDA-Lösung schien mir da aber von vornherein problemlos(er) zu sein. Und bei gleichem Preis (und einer Stornomöglichkeit bis zwei Tage vor der Kreuzfahrt) schien mir das die bessere Variante zu sein.

Mal sehen, ob das dann am Samstag alles so klappt wie geplant …

Und da ich heute ja erst spät eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen habe, schiebe ich das Abendessen mal auf 20.00 Uhr. Da kann ich dann ja auch gleich mal gucken, wie da die Auslastung in den Restaurants ist. Und notfalls bleibt ja wieder das Brauhaus …

 

 

 

Donnerstag, 30. September 2021, 17.31 Uhr</strong

Heute erreichen wir den letzten Hafen unserer Reise, Stavanger. Bis es soweit ist, wird es allerdings noch etwas dauern – gerade ist erst die Sonne aufgegangen und bis zum Anlegen gegen 9.30 Uhr steht noch das Frühstück an. Ich gehe dazu wie immer ins Rossini, stelle aber fest, dass vor den beiden Buffetrestaurants wieder einmal Gäste stehen, die auf freie Plätze warten. Irgendwie scheint das auf dieser Reise ein bisschen problematisch zu sein – ich versuche mal etwas mehr dazu herauszubekommen …

StavangerWie geplant wird das Schiff dann gegen 10 Uhr zum Landgang freigegeben. Und ein Blick von Balkon offenbart, dass wir hier stadtnah liegen. Sehr stadtnah. Oder anders ausgedrückt – das Schiff liegt praktisch in der Innenstadt, man muss nur über die Straße gehen.

Ein interessanter Ausflug von Stavanger aus wäre jetzt beispielsweise die Wanderung auf den Preikestolen, die ich für mich aber als zu anstrengend einschätze – da muss ich erst ein bisschen an meiner Fitness arbeiten. Denkbar ist auch die Bootsfahrt auf dem Lysefjord, um sich das Ganze einmal von unten anzuschauen – das habe ich allerdings schon mal gemacht. Zugegeben, bei sehr schlechtem Wetter – das könnte man also durchaus noch mal andenken. Allerdings ist mir dafür das Wetter heute auch zu schlecht – es regnet zwar nicht, der Himmel ist aber ziemlich wolkenverhangen. Und das schließt dann auch Ausflug Nummer 3 – einen Hubschrauberrundflug über den Preikestolen – aus. Der von AIDA angebotene Rundflug ist sowieso kein Thema, da hier kein Fensterplatz garantiert wird (und mehrere Hundert Euro bezahlen, um dann im Hubschrauber in der Mitte zu sitzen und nichts zu sehen, ist ja mal überhaupt kein Plan) und ein individueller Rundflug, den ich mir dann kurzfristig vor Ort buchen würde, bedarf besseren Wetters.

Stavanger zu FußUnd so mache ich das, was ich meistens mache, wenn ich in einer Stadt ankomme – ich schaue mal nach Geocaches und Adventure Lab Caches. Und werde fündig. Obwohl ich hier schon mal tätig war, gibt es noch einige Tradis und drei neue Adventure Lab Caches. Und die bieten halt den großen Vorteil, dass es nicht nur Spaß macht, sie zu finden, sondern dass sie – so nebenbei – eine virtuelle Stadtführung darstellen. Zumindest habe ich wohl die wesentlichen  Sehenswürdigkeiten von Stavanger heute gesehen und durch die Erklärungen an den einzelnen Stationen auch vieles von dem gelernt, was ich auch bei einem geführten Stadtrundgang erfahren hätte. Nur halt mit mehr Spaß und kostenlos.

Zehn Kilometer später bin ich dann wieder zurück am Schiff – knapp 20 gefundene Caches bzw. Stationen sind das Ergebnis des Vormittags. Und von daher habe ich jetzt Hunger, den ich im Best Burger @ Sea stillen will. Aber bei dem Wunsch bleibt es – am Eingang erfahre ich, dass es aktuell keinen Platz im Best Burger gibt und ich ja auch nicht reserviert hätte. Äh, reservieren? Im Best Burger? OK, man lernt nie aus – dass das nötig sein soll, ist mir jetzt völlig neu gewesen und das stand auch nirgendwo. Also wieder was gelernt – spontan mal einen Burger essen, geht also nicht.

RostbratwurstAlso kommt “Plan B” ins Spiel – das Brauhaus. Und das hat glücklicherweise auch noch offen – und hier finde ich auch einen Platz. Und so gibts anstelle eines Burgers halt eine Rostbratwurst und einen kleinen Marktsalat als spätes Mittagessen.

Im Anschluss setze ich mich in die AIDA Lounge und bereite noch zwei weitere Videos vor, die ich vor meiner nächsten Reise noch erstellen will – eins über den Ausflug mit dem RIB-Boot auf dem Geiranger Fjord und eins über die Unterschiede zwischen den beiden Reisen auf AIDAprima und AIDAmar. Da es sich bei der Reise mit AIDAmar ja um eine Reise nur für Geimpfte handelt, sind ja manche Dinge ein bisschen anders (lockerer) geregelt als auf den anderen Schiffen. Welche das genau sind – das besprechen wir im Video.

 

 

 

Mittwoch, 29. September 2021, 22.45 Uhr</strong

Ablegen AlesundNachdem wir am späten Nachmittag Ålesund in Richtung Stavanger, das wir morgen gegen 9.30 Uhr erreichen wollen, verlassen haben, steht als nächstes das Abendessen auf dem Programm. Hierfür habe ich mir heute mal das East Restaurant herausgesucht. Pünktlich zur Restaurantöffnung um 18.30 Uhr komme ich mit dem Aufzug auf Deck 11 an. Und werde nicht mal rausgelassen – die Schlange geht vom East Restaurant bis zum Rossini auf der anderen Schiffsseite – und parallel wieder zurück.

Mag sein, dass die da gleich alle reinpassen, kann aber auch knapp werden. Ich warte es zumindest nicht ab (ich komme ja eh nicht aus dem Aufzug), sondern fahre ein Deck tiefer auf Deck 10 und gehe ins Brauhaus.

Da findet sich an den langen Bänken trotz Abstand immer noch ein Plätzchen (wobei es aber auch eher voll als leer ist) – für meine Brauhaus-Pfanne und mich reicht es aber …

Hier fällt übrigens auch auf, dass ganz langsam wieder etwas Normalität Einzug hält – in den letzten Monaten war es der Crew ja nicht gestattet, im Gästebereich zu essen. Das ist jetzt offensichtlich wieder möglich – zumindest sieht man im Brauhaus regelmäßig Crewmitglieder, die ihre neugewonnene Freiheit nutzen. Freut mich für die Crew nach der langen und schwierigen Zeit …

Und noch ein Gefühl macht sich breit – obwohl in den vergangenen Monaten sich ja gefühlt jeder darüber beschwert hat, dass es kein Buffet gab – jetzt, wo es das wieder gibt, als Alternative aber eines der Buffetrestaurants (hier auf der Mar das East) als Restaurant mit Tischservice bestehen geblieben ist, scheint das gefühlt stärker frequentiert zu werden als die „echten“ Buffetrestaurants. Da bin ich ja mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt …

Und neben der Prime Time und der zweiten Show des Zauberers und Comedian Braidon Morris (die beim Publikum übrigens nicht so wirklich gut ankam – das war kein Vergleich mit den Gastkünstlern, die ich auf meinen vorherigen Reisen gesehen habe) bietet der Abend dann aber dennoch ein Highlight – das Silent „Event“!

Silent EventFür diejenigen, die mit dem Begriff jetzt nichts anfangen können: drei DJs unterhalten das Publikum mit Musik aus drei unterschiedlichen Genres. Jeder Gast hat wiederum einen Kopfhörer, den er – je nach Vorlieben – auf einen dieser drei Kanäle einstellen kann (was dann auch farblich am Kopfhörer signalisiert wird). Für einen Außenstehenden sieht das Ganze dann, sagen wir mal, merkwürdig aus, da die Musik ja nur über die Kopfhörer zu hören ist und ansonsten Stille herrscht. Es sei denn, der DJ fordert zum Mitmachen auf – allerdings sind dann natürlich nur diejenigen dabei, die gerade der Musik dieses einen DJs lauschen. Und wenn die drei dann noch gegenteilige Kommandos geben …

Auch hier zeigt sich also ein gewisses Maß an Normalität. Hoffentlich lässt es die globale Entwicklung der Pandemie zu, dass das auf den Reisen in den kommenden Monaten aufrecht erhalten und weiter ausgebaut werden kann.

Ach ja, so nebenbei – das “Tipps & Tricks”-Video zur Einfahrt in den Geiranger Fjord ist fertig – und inzwischen auch online.

 

 

 

Mittwoch, 29. September 2021, 11.32 Uhr</strong

Es ist gegen Mitternacht als wir in Ålesund anlegen. Geplant war eigentlich erst irgendwann am kommenden Morgen – aber warum auch immer, der Weg vom Geiranger Fjord scheint dann ja nicht so weit gewesen zu sein.

Das ändert aber nichts an meinen Plänen für morgen – und die sehen einen entspannten Tag vor.

Sonnenaufgang in ÅlesundUnd so stehe ich irgendwie parallel zum Sonnenaufgang auf, um anschließend zum Frühstück ins Rossini zu gehen. Und obwohl es erst kurz nach halb acht ist, haben auch die meisten anderen diese Idee gehabt, es ist nämlich schon relativ gut gefüllt. Unabhängig davon finde ich aber noch ein schönes Plätzchen und genieße den Service im Rossini. Cappuccino, Roggenbrötchen und O-Saft kommen inzwischen schon automatisch, den Rest (der täglich schon mal wechselt) bestelle ich beim Kellner. Und ich hatte es ja schon mal erwähnt – hier an Bord lohnt sich das Frühstück gegenüber dem Buffet (an dem es das meiste natürlich auch gibt) aber dennoch, da allein das Ambiente und die Ruhe – zumindest mir – einen echten Mehrwert bringen. Mal schauen, wie das übernächste Woche auf der Blu ist …

ÅlesundNach dem Frühstück mache ich mich dann auf den Weg zum individuellen Landgang. Ålesund kenne ich ja nun schon von früheren Besuchen, so dass ich mir die “Pflichtübung”, den Treppenaufstieg auf den Hausberg Aksla, sparen kann und mich daher vielmehr auf den Weg durch die Innenstadt (die im Prinzip direkt neben dem Schiff beginnt) mache. Hier stehen noch einige fehlende Geocaches an (die ich heute alle finden werde) sowie zwei neue Adventure Lab Caches. Und mit dem Google Translator lassen die sich auch problemlos absolvieren – ein erfolgreicher Morgen.

AIDAmar in ÅlesundDas Wetter meint es weiterhin gut mit uns, der Himmel ist zwar durchaus ein bisschen bewölkt, zwischendurch ist aber auch viel blauer Himmel zu sehen. Und auch die Sonne lässt sich vereinzelt in den Lücken blicken. Temperaturmäßig haben wir zwar keinen Sommer mehr, ein dickerer Pulli ist aber eigentlich ausreichend – die Winterjacke bleibt zumindest bei mir heute wieder in der Kabine. Wenn das morgen in Stavanger auch noch mal so wäre, wäre das wohl der Hauptgewinn – bislang haben wir in der Tat nur gutes Wetter gehabt. Und die letzte Woche hat ja gezeigt, dass das wohl auch anders sein kann …

Zurück an Bord ist es ja dann auch gleich schon wieder Zeit für Entspannung. Ich hatte im Vorfeld auch für heute Nachmittag für vier Stunden die Wellness Oase gebucht, so dass der Nachmittag dann im Zeichen von Lesen, Saunieren, Entspannen im Whirlpool stehen wird …

 

 

 

Dienstag, 28. September 2021, 21.47 Uhr</strong

Nachdem der Seawalk verlegt und das Schiff zum Landgang freigegeben war, habe ich mich dann auf dem Weg gemacht, um vor der RIB-Boot-Fahrt noch einmal durch den Ort zu laufen und nach Geocaches zu schauen.

Da ich bei meinem letzten Besuch hier aber schon recht erfolgreich war, blieb nur ein Cache und ein neuer Adventure Lab Cache übrig – aber immerhin.

Und so habe ich mich dann auf den Weg zum Anleger der RIB-Boote gemacht. Hier wurde mein Ticket gescannt, bevor ich auf die anderen Teilnehmer der Tour wartete.

Das Ticket hatte ich vor zwei Wochen online für 495 NOK (rund 50 €) gekauft – und habe heute morgen eine E-Mail erhalten, dass man mir 200 NOK (rund 20 €) zurückerstattet habe, da man heute vor Ort einen Sonderpreis von 295 € NOK hätte. Das nenne ich mal Kundenservice – da würden mir viele Unternehmen einfallen, die nicht mal im Ansatz auf eine solche Idee gekommen wären … Chapeau!

Im Übrigen wird die RIB-Boot-Fahrt auch von AIDA als Ausflug (GEI07) angeboten. Dieser kostet allerdings 109,99 € … dafür muss man den Anleger nicht selbst suchen, sondern wird vom Schiff aus hingeführt. Und hat natürlich auch kein Risiko, wenn Geiranger nicht oder zu spät angelaufen wird.

RIB-Boot-FahrtNachdem alle 13 Teilnehmer eingetroffen sind, erhalten wir Ganzkörperanzüge sowie eine Rettungsweste und werden auf zwei Boote verteilt. So ganz geheuer ist mir das jetzt irgendwie ja noch nicht, mal sehen, was da auf uns zukommt.

Aber da geht es auch schon los. Zunächst fahren wir in gemächlichem Tempo an AIDAmar vorbei in Richtung der Fjordeinfahrt – und dann findet unser Bootsführer den Gashebel.

Ja, das ist dann irgendwie mehr so wie fliegen – aber absolut ruhig. Wir gleiten mehr oder weniger über das Wasser. Zwar sauschnell, aber meist ohne jede Schaukelei. Sehr angenehm.

Sieben SchwesternUnd so kommen wir wenige Minuten später auch schon bei den Sieben Schwestern (die heute nur sechs sind) und dem Freier an – und können beide aus allernächster Nähe bewundern. Das ist schon beeindruckend.

Anschließend geht die Fahrt weiter bis zur Einfahrt in den Fjord und dann wieder zurück bis zum Anleger. Mal schneller, mal langsamer. Zwischendurch gibt es immer mal kleine Stopps, an denen unser Bootsführer ein bisschen was (auf Englisch) zu unserem jeweiligen Standort erzählt. Und zwei Schweinswale sehen wir auch noch kurz in der Ferne.

Nach einer guten Stunde sind wir zurück am Anleger und können uns der Schutzanzüge entledigen. Und ganz ehrlich – ich würde es sofort wieder machen. Das ist noch mal eine ganz andere Sicht auf den Fjord, die sich definitiv lohnt.

AIDAmar im Geiranger FjordIch gehe noch kurz ein Stück die Straße entlang, um noch ein Foto aus etwas mehr Höhe zu machen und gehe noch mal kurz in einen der Souvenirshops (und stelle fest, dass hier niemand fragt, wie man zahlen will; da wird automatisch das Kartenterminal aktiviert, auch bei Kleinstbeträgen). Gefällt mir – wahrscheinlich würden die hier auch sofort die Polizei rufen, wenn einer mit Bargeld bezahlen will …

Im Anschluss geht es zurück an Bord von AIDAmar, wo ich schon mal kurz einen Blick auf die Videos von heute werfe. Ich glaube, aus der RIB-Boot-Fahrt mache ich die Tage auch noch ein Ausflugsvideo.

Essen im Buffalo Steak HouseZum Abendessen finde ich mich heute im Buffalo Steak House ein. Anstelle der Sternstunde für die „Goldenen“ gibt es hier an Bord nämlich einen Gutschein für wahlweise

  • das 3-Gang-Chefs-Menü im Buffalo,
  • einen „Komm-an-Land“-Ausflug nach Wahl (und Verfügbarkeit) oder
  • eine ayurvedischen Rückenmsssage.

Und ich habe mich für das Steakhouse entschieden und werde vom Essen nicht enttäuscht: Spicy Shrimps als Vorspeise sowie Filet Mignon mit Grillgemüse und Spinat als Hauptgang überzeugen auf ganzer Linie.

Den restlichen Abend verbringe ich dann mit ein bisschen Arbeit – ich werde mich mal mit den beiden Videos von heute beschäftigen. Zumal es im Theatrium heute mal nichts gibt, was mich interessieren würde …

 

 

 

Dienstag, 28. September 2021, 13.33 Uhr</strong

Heute ist der große Tag der Reise – die Einfahrt in den Geiranger Fjord. Für die meisten Mitreisenden dürfte das das Highlight sein – und zugegebenermaßen auch für mich, obwohl ich das nun schon mehrfach erlebt habe. Aber neben der Einfahrt in den Hafen von New York oder den in Rio de Janeiro ist der in Geiranger auch mein absolutes Highlight.

Und wenn sich dann noch anbahnt, dass das Wetter – so wie heute – richtig gut sein/werden soll, dann kann es ja kaum einen besseren Start in den Tag geben.

Und so bin ich bereits um 7.15 Uhr auf dem Pooldeck, um das erste Foto mit der aufgehenden Sonne zu machen. Die versteckt sich zwar hinter einem Berg, es ist aber schon deutlich erkennbar, dass der Himmel relativ wolkenlos werden wird und die Sonne heute zumindest in Teilen die Oberhand gewinnt.

FruhstückVon daher gehe ich jetzt erst einmal ins Rossini zum Frühstück und nutze die frühe Zeit, bevor ich dann an Deck das Einlaufen verfolgen werde. Die Lektorin wird – wie das so üblich ist bei den Einläufen in den Geiranger Fjord – das Ereignis über die Bordlautsprecher moderieren, so dass wir nicht nur sehen, was wir sehen, sondern auch wissen, was wir sehen.

Natürlich kommt jetzt so ein bisschen die Problematik auf, wo man sich das Einlaufen am besten anschaut. Der Kabinenbalkon wäre eine Alternative – man sieht dann halt aber nur das, was auf der jeweiligen Seite zu sehen ist (in meinem Fall wäre das die Backbordseite). Besser wäre es, wenn man eine der Suiten oder Kabinen am Heck oder am Bug hätte – dann hötte man schon mal eine schöne Sicht nach vorn oder hinten heraus. Die waren aber leider nicht frei bei meiner Buchung.

Also bleiben die öffentlichen Bereiche – allerdings tummeln sich da natürlich auch alle anderen Passagiere. Nicht, dass das schlimm wäre – aber zum einen ist es dann schwierig mit dem Abstand und zum anderen sind die freien Plätze an der Reling trotz geringerer Passagierzahl kleiner als die Zahl der fotografierenden Passagiere.

Ich habe daher nach einer Alternative gesucht – und die auch gefunden. Welche das ist – das verrate ich in den kommenden Tagen in diesem Video: „Tipps & Tricks: Einfahrt in den Geiranger Fjord“. Und ich würde das mal als „Geheimtipp“ bezeichnen – wobei sich das nach dem Video dann vermutlich ändern wird …

HellesyltDoch gehen wir noch mal zurück zum Frühstück – während ich beim Essen bin, legen wir in Hellesylt an und „entledigen“ uns der Passagiere, die Tagesausflüge gebucht haben. Diese werden dann am Tagesende in Geiranger wieder zurück an Bord gehen. Vorteil dieses Verfahrens ist natürlich, dass man zwei bis drei Stunden mehr Zeit hat, Nachteil ist, dass man das Einlaufen in den Geiranger Fjord nicht erleben kann. Von daher habe auch ich Abstand davon genommen, einen solchen Ausflug zu machen, obwohl ich da durchaus einen passenden gefunden hätte.

Ich ziehe heute aber die Einfahrt in den Fjord vor – und im Zusammenhang mit dem aktuellen Wetter (in der Sonne kann man durchaus im T-Shirt draußen stehen, wenn man nicht allzu verfroren ist) scheint mir das heute auch die richtige Wahl zu sein.

WasserfälleUnd so laufen wir gemächlich und ganz ruhig in den Fjord ein, schieben uns zwischen den bis zu 1.700 m hohen Bergen langsam in den Fjord, vorbei an den berühmten Wasserfällen „Sieben Schwestern“ und „Freier“, bis wir gegen 10.30 Uhr das Ende des Fjords erreichen.

SeawalkHier wird nun der Seawalk ausgefahren und angedockt, ein metallener Steg, der das Schiff im Fjord und das Städtchen Geiranger verbindet, so dass man – ohne die Nutzung der Tenderboote – zu Fuß das Schiff verlassen kann, obwohl das Schiff ja hier mitten auf dem Wasser steht.

Das ganze dauert etwa eine Stunde – da ist das Schiff für den Landgang freigegeben.

Ich werde nachher so gegen 13.30 Uhr dann das Schiff verlassen, einen kleinen Spaziergang machen und dann um 15.00 Uhr zu meinem Termin in Geiranger gehen – ich habe nämlich bei fjordguiding.no eine RIB-Boot-Fahrt im Geiranger Fjord gebucht. Ich bin mal gespannt, was mich da erwartet …

 

 

 

Montag, 27. September 2021, 23.35 Uhr</strong

Zum Abendessen trete ich heute mal im Marktrestaurant an. Mal schauen, wie voll es tatsächlich ist.

Willkommen im MarktrestaurantUnd ja, kurz nach Öffnung um 18 Uhr war es recht gut besucht, es war aber völlig problemlos, einen Platz zu finden. Und auch für fünf bis sechs Personen wäre das kein Problem gewesen. Wobei das ja aber tendenziell eh die Ausnahme ist, da aktuell die Mehrheit an Bord allein bzw. paarweise unterwegs ist.

„Technisch“ gesehen läuft es in den Buffetrestaurants wie folgt ab: man sucht sich einen freien Tisch, lässt die Bordkarte von einem Kellner registrieren (wegen einer evtl. Kontaktnachverfolgung) und macht sich dann auf den Weg ans Buffet.

Die Auswahl ist ähnlich groß wie sie vor der Coronazeit war – es fällt allerdings auf, dass Vorspeisen und Desserts vermehrt in Portionsgläschen angerichtet werden, so dass das kollektive Bedienen aus Schüsseln weitestgehend entfällt.

Und dann ist vorgesehen, dass man sich am Buffet gemeinsam in die gleiche Richtung bewegt. Dafür hat man viele Pfeile auf den Boden geklebt – und wir kennen das ja auch vom Autofahren. Da ist das dann ja auch doof, wenn sich einer auf der Autobahn denkt, dass es bestimmt ganz witzig wäre, mal in die Gegenrichtung zu fahren. Macht deshalb ja auch nur ganz selten jemand …

Hier sieht das allerdings anders aus – etwa 20% der Autofahrer, äh, Buffetgänger ignoriert die Pfeile. Ob jetzt bewusst oder aus Unachtsamkeit, das sei einmal dahin gestellt. Es ist zumindest nicht intelligent – denn zum einen hat sich spätestens dann das Abstandsthema erledigt und zum anderen führt es am Buffet unweigerlich zum Chaos, wenn ein Teil von rechts und ein Teil von links auf das Essen zugeht.

Aber es ist halt so wie es ist – diejenigen, die falsch herum unterwegs sind, sind natürlich auch beratungsresistent und sehen ja gar nicht ein, dass sie (a) das Problem am Buffet sind und (b) sich einfach um 180 Grad drehen könnten und alles reibungslos(er) weitergehen könnte. Nein, die ziehen das durch – notfalls quer durchs Buffet bis an den Tisch.

Wegeplan MarktrestaurantInzwischen gibt es auf den Tischen sogar die in diesem Video von F&B Direktor Rudi angekündigten Wegweiser durchs Buffet, so dass man vorher gucken könnte, wo der Salat oder das Eis steht und nicht suchen muss … gefühlt versagt das aber in der Praxis schon im Ansatz.

Jetzt aber genug zum richtigen Verhalten am Buffet – reden wir mal über das Essen. Das war nämlich sehr abwechslungsreich und lecker. Einziger Nachteil: man isst halt doch deutlich mehr als in Servicerestaurants …

Rachel Bahler - Country RoadsUnd so geht es für mich dann erst um 20.00 Uhr mit der Prime Time weiter, bevor um 21 Uhr eine der AIDA Stars mit „Country Roads“, einem Konzert mit Country Music, die Bühne rockt.

Morgen früh wartet dann ja der Geiranger Fjord auf uns – und von daher wird der heutige Abend nur begrenzt lange …

 

 

 

Montag, 27. September 2021, 17.46 Uhr</strong

Nachdem auch die heutige Nacht keine Überraschungen in Bezug auf Seegang mit sich gebracht hat (beim Frühstück berichten zwar einige Leute, dass “das Schiff gewackelt habe”, zumindest ich habe davon jedenfalls nichts gemerkt), sind wir heute morgen pünktlich in Bergen eingelaufen. Und der Blick aus dem Fenster offenbart, dass die Wetter-App wohl Recht behalten wird – es wird ein schöner sonniger Tag werden in der – angeblich – regenreichsten Stadt Europas.

Egg BenedictUnd so bin ich bereits um kurz vor acht Uhr beim Frühstück im Rossini und lasse mir – ergänzend zu meiner sonstigen Frühstücksauswahl – das Egg Benedict schmecken. Das ist immer noch mein Highlight – leider gibt es das so selten. Gut, dass man das dann auch gleich doppelt bestellen kann.

Nach dem Frühstück dann eine Premiere nach langer Zeit: um 9.03 Uhr gehe ich in Bergen von Bord. Allein. Individuell. Ohne geführten Ausflug.Und zugegeben – das ist nach so langer Zeit ein verdammt gutes Gefühl. Hoffentlich kann das auf den künftigen G1-Kreuzfahrten auch so gehandhabt werden, ohne dass uns die Entwicklung der Pandemie da einen Strich durch die Rechnung macht.

Hafen BergenWobei ich aber dazu sagen muss, dass es sich irgendwie ungewohnt anfühlt. Norwegen hat am Wochenende ja komplett geöffnet und die Corona-Regelungen aufgehoben. Und das macht sich bemerkbar – man sieht praktisch keine Maske mehr in der Öffentlichkeit, in den Bussen und in den Geschäften. Abstände werden auch nicht wirklich eingehalten, ja, man hat das Gefühl, hier ist alles wieder normal. Nur der Blick auf die Inzidenz in Norwegen zeigt, dass irgendwie doch noch nicht alles normal ist. Und es fühlt sich irgendwie auch nicht normal an – wenn es vor gut 1,5 Jahren ein ungewohntes Gefühl war, sich vor dem Einkaufen eine Maske aufzusetzen, so ist es heute ein ungewohntes, ja für mich sogar ein ungutes Gefühl, es nicht zu tun. Und so gehe ich dann doch nur mit Maske in die Läden – es ist ja zum Glück nicht verboten …

Aber noch bin ich ja am Hafen. Von hier aus geht es direkt gegenüber dem Terminal zum “Bergendes Festning” – da befinden sich ein paar Geocaches, die ich auf meinem Weg in die Innenstadt loggen kann. Außerdem ist der Weg durch den Park deutlich schöner als an der Straße entlang.

BryggenKurz vor Bryggen. den alten Kaufmannshäusern, kommt man dann wieder auf die Hauptstraße zurück, kann die obligatorischen Fotos der schiefen Häuser machen und sollte in jedem Fall auch einmal in die Hinterhöfe der Häuser gehen. Geht man ein Stück weiter, erreicht man den Fischmarkt und kann dann links abbiegen zur Talstation der Fløibanen, die auf den Fløyen führt. Zumindest theoretisch, denn aktuell hat sie leider wegen Renovierung geschlossen. Und so fällt dieser Teil meines Urpsrungsplans aus, um Bergen von oben zu sehen.

BryggenAnsonsten fällt mir – neben dem fast sommerlichen T-Shirt-Wetter – auf, dass praktisch an jeder Straßenecke Leihfahrräder und E-Scooter bereitstehen. Und im Übrigen nicht wie bei uns achtlos in die Ecke geworfen sondern in entsprechenden Stationen oder zumindest in markierten Bereichen – so kann das also auch gehen. Wobei man beim Spazierengehen schon aufpassen muss – gefühlt hinter jeder Ecke lauert einer der E-Roller … und wenn man sie hört, ist es eigentlich schon zu spät, um noch zur Seite zu springen. Da muss man also schon auf die Fahrer vertrauen, dass die ausweichen …

Gegen Mittag gehe ich dann zurück auf AIDAmar und setze mich mit meinem Notebook vor die Beach Bar in die Sonne. Wohlgemerkt im T-Shirt. Und das Ende September in Norwegen – keine Ahnung, ob das mit dem Klimawandel zusammenhängt oder ob wir einfach nur Glück mit dem Wetter haben. Ich finds jetzt jedenfalls erst mal gut – und hoffe mal, dass das morgen im Geiranger Fjord ähnlich ist …

 

 

 

Sonntag, 26. September 2021, 20.27 Uhr</strong

Zum Abendessen gehe ich heute wieder ins Brauhaus. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass ich hier analog zur samstäglichen Sportschau etwas von der heutigen Bundestagswahl mitbekomme. Dem war aber nicht so – wahrscheinlich wollte man die Leute im Urlaub nicht belästigen …

Dann muss halt das Handy und der eine oder andere Nachrichtenticker dafür herhalten – TV-Streaming ist über das Schiffsnetz leider illusorisch.

Brauhaus-PfanneDafür gibt es hier jetzt wieder die Brauhaus-Pfanne. Die scheint man also auf der Sphinx-Klasse wieder eingeführt zu haben (gab es im August ja auch auf der Stella), aber offensichtlich nicht auf der Prima (da gab es letzte Woche ja noch die Ente).

Und so esse ich die dann auch gleich – und auch wenn die frühere „Brauhaus-Pfanne“ in der gußeisernen Pfanne stylischer war, ist die hier auf dem Teller auch OK. Nur nicht so schön. Vielleicht sollte man sie daher einfach in „Brauhaus-Teller“ umbenennen.

Braidon MorrisNach dem Essen gehe ich jetzt noch in die erste Show von Braidon Morris – „Zauberei und anderer Wahnsinn“. Ihn kenne ich bislang noch nicht – bin mal gespannt. Gestern bei der Kurzvorstellung in der Prime Time hat er schon mal einen ganz guten Eindruck gemacht.

Und er ist eigentlich ganz gut, seine Show eine Mischung aus Comedy und Zauberei. Wobei ich aber zugegebenermaßen schon bessere aus diesem Genre gesehen habe (wie zum Beispiel Jochen Stelter oder Harry Sher). Und wie meistens bei solchen Gastkünstlern sollte man aber nicht auf Deck 9 sitzen, wenn man nicht Teil der Show werden will – das kann auf den „Geimpften-Reisen“ jetzt nämlich wieder passieren …

BundestagswahlDie Prime Time um 20 Uhr schwänze ich heute – die schaue ich mir irgendwann heute Nacht in der Wiederholung auf TV-Kanal 1 an. Jetzt ist erst mal ein bisschen „Wahl-TV“ angesagt – ich will ja wissen, was in den kommenden Jahren auf mich zukommt …

 

 

 

Sonntag, 26. September 2021, 16.42 Uhr</strong

Pünktlich um 12.00 Uhr war ich dann in der Wellness Oase. Und die war recht gut gebucht, viele der Liegen waren besetzt. Aber das sollte an einem Seetag ja auch nicht verwundern.

Finnische SaunaNachdem ich mich auf einer Liege häuslich eingerichtet hatte, bin ich dann gleich mal in den Saunabereich gegangen – denn der ist in der Tat hier auf AIDAmar für die Gäste der Wellness Oase frei nutzbar. Zumindest in Bezug auf die geöffneten Saunen – und das sind zum einen die Finnische Sauna und zum anderen die Biosauna, wobei diese aktuell ebenfalls als Finnische Sauna, d.h. mit mehr als 80°C betrieben wird. Geschlossen sind die Aroma Sauna und die Dampfsauna.

Und natürlich gilt in den Saunen die Abstandsregelung, so dass beispielsweise in der Finnischen Sauna etwa zehn bis maximal zwölf Personen gleichzeitig Platz finden. Das ist aber auch völlig ausreichend, zumal ja jedem vier Stunden zur Verfügung stehen.

In den Saunen muss selbstverständlich eine Maske getragen werden. Scherz, natürlich nicht.

Wellness OaseDa die Anzahl der Gäste in der Wellness Oase natürlich limitiert ist, empfiehlt es sich, so früh wie möglich seine Wunschzeiten zu reservieren – idealerweise schon von zu Hause aus in MyAIDA. Folgende Zeitfenster stehen dabei zur Verfügung:

  • 8.00 – 12.00 Uhr
  • 12.00 – 16.00 Uhr
  • 16.00 – 20.00 Uhr

Das erste Zeitfenster kostet dabei 15 €, die beiden anderen jeweils 25 €. Zu berücksichtigen ist dabei noch, dass der Zugang erst ab 16 Jahren möglich ist, wobei das aktuell natürlich keine Rolle spielt, da es sich bei dieser Reise ja faktisch um eine „Adults only“-Reise (also nur Erwachsene) handelt. Aufgrund der Bestimmungen der norwegischen Behörden, dass nur Geimpfte einreisen dürfen, fallen ja automatisch alle Kinder unter 12 Jahren weg. Und die Kinder und Jugendlichen über 12 Jahren, die ggf. geimpft sein könnten, können zur Zeit aufgrund fehlender Schulferien natürlich auch nicht mitreisen.

Was gibt es sonst noch so zu berichten? Der große Whirlpool ist normal geöffnet und kann – die Einhaltung der Abstandsregel vorausgesetzt – frei genutzt werden (das sind dann so etwa sechs Personen).

Und dann hat man die Sanduhren in der Sauna erneuert, allerdings – warum auch immer – sich für ein Modell entschieden, auf dem keine Zeiten aufgedruckt sind. Man sieht also, wie der Sand von oben nach unten rieselt, kann aber nicht erkennen, wie lange das gedauert hat. Und da noch nicht einmal draufsteht, wie lange es denn dauert, bis alles durchgerieselt ist, kann man noch nicht einmal schätzen, wie lange man denn schon in der Sauna ist. Also, irgendwie scheint mir dieses Modell noch verbesserungswürdig zu sein …

Ach ja, verbesserungswürdig ist auch das passende Stichwort, wenn es um die Bademode einzelner anwesender Herren geht. Das Männer nicht immer gern shoppen gehen, kennt man ja. Aber im Laufe des Lebens müsste es doch mal drin sein, sich eine neue Badehose zu kaufen. Dass hier durchaus eine stattliche Zahl an Herren im Rentenalter noch mit der gleichen Badehose herumläuft, die sie offensichtlich schon zu Zeiten ihrer Firmung, Konfirmation oder wahlweise auch im Alter der Jugendweihe getragen haben, ist durchaus zum Fremdschämen geeignet. Fehlt nur noch die Badekappe …

Ansonsten verbringe ich meine Zeit hier mit Saunieren, Whirlen und Lesen – und hab’ auch gleich noch einen Lesetipp für diejenigen, die das interessiert (alle anderen können jetzt aufhören, da kommt jetzt sonst nichts mehr). Ich habe heute „Eiskalte AIDA“ [Werbelink] angefangen; das ist der vierte Kreuzfahrt-Krimi von Krinke Rehberg, der auf Schiffen der AIDA-Flotte spielt. Und wie es der Zufall so will, im aktuellen Buch auf AIDAmar – und der Tote lag auch noch nebenan in der Sauna. Wenn das mal nicht passt …

Das Schöne an diesen Büchern ist übrigens der Handlungsort – wenn man die Schiffe kennt und dann auf Basis der Erzählungen nachvollziehen kann, an welchen Orten sich da was genau abspielt, dann liest sich das schon irgendwie gut. Sicherlich keine wahnsinnig anspruchsvolle Literatur, aber im Urlaub nett zu lesen – wenn man kein Problem damit hat, dass sich ein potenzieller Mörder parallel an Bord befindet

 

 

 

Sonntag, 26. September 2021, 11.49 Uhr</strong

Die Nacht zu heute ist absolut ruhig verlaufen, zumindest habe ich nicht gemerkt, dass wir irgendeine Art von Seegang gehabt hätten. Und genau so bleibt es jetzt auch erst einmal …

FrühstückskarteVon daher starte ich im Bad in den Tag und gehe dann ins Rossini zum Frühstück. Jupp, hier gelten wieder die „alten Regeln“, d.h. das Frühstück für die „Goldenen“ findet im Rossini statt. Und auch wenn das Frühstück auf den anderen Schiffen im East Restaurant oder wie jüngst im French Kiss völlig in Ordnung war, ist das Ambiente im Rossini halt doch noch mal etwas exklusiver und ruhiger.

Und – die Auswahl ist wieder auf altem Niveau, d.h. es gibt hier zusätzlich wieder das Minutensteak zur Auswahl oder auch die „Tagesempfehlung“. Und diese sieht für diese Woche wie folgt aus:

  • Sonntag: Lachs Tartar
  • Montag: Pochiertes Ei mit Sauce Hollandaise (kennt man wohl auch unter „Egg Benedict“)
  • Dienstag: Matjes, Apfel und Tour Creme
  • Mittwoch: US Beef Tartar
  • Donnerstag: Rührei mit geräucherten Lachsstreifen
  • Freitag: French Toast mit Zimt und Zucker
  • Samstag: Shrimps Cocktail

Und zugegeben – allein deshalb mag ich diese Frühstücksvariante.

Warteschlange vor RestaurantAnders sieht es heute dagegen in den beiden anderen Frühstücksrestaurants aus – das sind das Marktrestaurant und das Bella Donna Restaurant. In beiden wird Buffet angeboten, das East Restaurant ist geschlossen. Und das scheint mir offensichtlich nicht ausreichend zu sein – als ich gegen 9.30 Uhr an den beiden Restaurants vorbeigehe, stehen jeweils lange Schlangen davor und warten auf einen freien Platz. Also entweder sind alle wider Erwarten gleichzeitig zu einer späten Uhrzeit zum Frühstück gegangen oder die „erste Schicht“ ist sehr lange sitzen geblieben (und „blockiert“ die Plätze) oder man hat sich halt einfach mal verschätzt. Vielleicht bin ich jetzt ja auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen … Nun, das wird zu beobachten sein – mal schauen, wie das morgen geplant ist (wir liegen ja ab 7 Uhr in Bergen, da werden die meisten wohl frühzeitig frühstücken wollen).

Ich teste das Frühstück in einem der beiden Restaurants für Euch dann mal am Freitag – da gibt es French Toast im Rossini, da kann ich am ehesten drauf verzichten …

Da es aber auch im Rossini inzwischen relativ voll ist, gehe ich direkt nach dem Frühstück in die Mar Bar, trinke dort den zweiten Cappuccino und lese mal, was die Zeitungen so über die heutige Bundestagswahl schreiben – Dank „Readly“ (http://www.readly.com) habe ich ja überall meine Lektüre dabei. Lästig ist an Seetagen nur die langsame Internetanbindung an Bord – bis da mal die WELT auf dem iPad ist, vergeht schon gern mal eine gute Viertelstunde. Das können die Amerikaner auf ihren Schiffen in der Tat deutlich besser – teilweise ist die Geschwindigkeit da höher als sie es bei manchem zu Hause ist …

Hafen LoungeParallel dazu findet im Theatrium jetzt die „Hafen Lounge“ statt. Das ist ein relativ neues Format, in dem ein Duo aus Lektor und einem Scout die kommenden Häfen sowie die dort angebotenen Ausflüge vorstellen – und zwar im Gespräch miteinander. Es ist also nicht wie früher eine reine Ausflugspräsentation sondern eine Hafenvorstellung, in die die jeweils passende Ausflüge integriert werden. Der Informationswert ist dadurch deutlich größer, da es sich jetzt nicht mehr nur um eine „Verkaufsveranstaltung“ handelt sondern auch Informationen und Tipps gegeben werden, die ansonsten – wenn überhaupt – nur in den Vorträgen des Lektors behandelt wurden.

Da ich Bergen von vorherigen Reisen inzwischen recht gut kenne, werde ich morgen mal wetterabhängig schauen, was ich dort mache. Einen Ausflug brauche ich nicht unbedingt; wenn überhaupt werde ich zu Fuß ein bisschen durch Bergen bummeln und vielleicht den einen oder anderen Geocache suchen (wenn mir da noch welche fehlen). Wir liegen ja fußläufig zur Innenstadt, so dass das hier problemlos möglich ist.

Alternativ wäre noch die Fahrt mit der Fløybanen auf den Fløyen denkbar gewesen (das lohnt sich eigentlich immer) – dieses ist bis April 2022 wegen Renovierungsarbeiten jedoch geschlossen. Und zu Fuß da rauf, naja, … eher nicht

Jetzt gehe ich aber erst mal in die Wellness Oase – da habe ich ab 12.00 Uhr für vier Stunden gebucht – mal schauen, wie das hier für Geimpfte so abläuft. Man hört ja, dass die Sauna für die Nutzer der Wellness Oase geöffnet sein soll – ich lasse mich mal überraschen …

 

 

 

Samstag, 25. September 2021, 21.41 Uhr</strong

Auslaufen aus HamburgPünktlich um 18 Uhr haben wir dann Hamburg verlassen und sind mit der Fahrt auf der Elbe in Richtung Nordsee gestartet (das erste und letzte Stück ist hier ja immer eine Flusskreuzfahrt). Und für die offene See haben wir auch schon den Hinweis bekommen, dass es da „ein bisschen schaukeln“ könnte. Dann warten wir also die Nacht mal ab – ich bin gespannt …

Auf der letzten Reise muss es wohl ziemlich heftig gewesen sein (ich zitiere mal den Entertainment Manager: „Die haben zu Hause was zu erzählen“ und „Viele haben die Keramikabteilung von AIDAmar intensiv kennengelernt.“)

SalattellerJetzt aber erst einmal zum Essen: das mit dem East Restaurant habe ich heute doch verworfen und stattdessen die leichte Küche gewählt – das Brauhaus.

Klingt jetzt merkwürdig? Nicht unbedingt – da gibt es u.a. nämlich den Brauhaus-Salatteller mit Putenbrust. Und das war dann nach dem Fischbrötchen zum Auslaufen genau das Richtige und auch ausreichend.

Prime TimeAnschließend ging es dann zu einem freiwilligen „Pflichttermin“ – der Prime Time mit Dominik. Zu Gast war heute Hotel Direktor Heiko Schliek. Und das hat mir richtig gut gefallen – im Gespräch haben beide die Besonderheiten der Reise vorgestellt, kurz etwas zu jedem Hafen erzählt und auch Tipps sowohl für Ausflüge als auch für individuelle Landgänge gegeben. Eine tolle Einstimmung auf die Reise.

Und noch etwas haben wir erfahren – heute Abend wird auf dem Pooldeck eine Poolparty stattfinden – und zwar eine, bei der – mit Abstand zwischen den Paaren – getanzt werden darf. Und zwar ohne Maske … Wir nähern uns der Normalität …

 

 

 

Samstag, 25. September 2021, 16.54 Uhr</strong

KuchenzeitSo, ich bin jetzt an Bord, sitze in der AIDA Bar bei einen Cappuccino und einem Stück Marmor-Quark-Kuchen. Und stelle schon einen Unterschied zur Prima fest: es gibt acht Sorten zur Auswahl und die Stücke sind doppelt so groß. Müssen Geimpfte eigentlich mehr essen?

NaviAber beginnen wir von vorn: die Fahrt von Quickborn nach Hamburg war eigentlich keine Fahrt, sondern mehr so Stillstand: fast zwei Stunden für 37 km sind nun nicht so der Brüller. Und dabei haben wir noch gar kein Tempolimit – sondern nur eine riesige Baustelle und einen kaputten PKW kurz vor Hamburg auf der rechten Spur. Und schon war die ganze Zeitplanung dahin. Mein Check-In-Zeitfenster war von 13.10-13.40 Uhr, gegen 12.30 Uhr wollte ich da sein – und um 13.35 Uhr war ich da. Hat zwar gerade noch gepasst, war aber anders geplant.

Auf der anderen Seite hat die Stunde Stop-and-go eine Stunde Schlangestehen vorm Terminal erspart – war also vielleicht gar nicht so schlecht erst am Ende der Check-In-Zeit anzukommen …

PCR-TestVom Abgeben des Koffers bis zum Öffnen der Kabinentür habe ich übrigens 45 Minuten gebraucht – ich finde das einen ganz ordentlichen Wert, wenn man mal so sieht, was in der Zeit alles passiert ist:

– Abgabe der Koffer
– Anstellen an der (richtigen) Schlange, vor mir waren in dem Zeitfenster gerade mal noch fünf Personen
– Check des Impfzertifikats in der CovPass-App
– Temperaturkontrolle am Terminaleingang
– Abgabe und Prüfung des Gesundheitsbogens
– Aushändigung des Prüfröhrchens für den PCR-Schnelltest
– Warten auf den Test (das hat am längsten gedauert)
– Rachen-/Nasenabstrich (hier kommt also jeder auf seine Kosten)
– auf der „Überholspur“ zum Check-In (die ich aufgrund der Clubstufe nutzen darf), hier wären sonst noch geschätzt 10-15 Minuten Wartezeit dazukommen
– Check-In, Erhalt der Bordkarte mit Wartezeitaufkleber für „PCR-Testgruppe 4“
– Sicherheitskontrolle
– Willkommensfoto

Kabine 6260Auf dem Schiff gehe ich dann direkt zu meiner Kabine, mache schnell ein Kabinenvideo und die Fotos für die Kabinenvorstellung, bevor ich meine Quarantänezeit mit dem Auspacken der Koffer verbringe.

Etwa 90 Minuten später ist es dann so weit – Gruppe 4 erhält die Freigabe. Der Urlaub kann beginnen.

Naja, fast. Erst gibt es noch die obligatorische Sicherheitseinweisung auf Deck 5, die aber wie immer seit Corona in wenigen Minuten erledigt ist. Danach buche ich noch schnell ein Getränkepaket an der Mar Bar – ja, und sitze jetzt bei meinen Kuchen in der AIDA Bar.

Nächster Programmpunkt wird dann um 18 Uhr das Auslaufen aus Hamburg sein, begleitet von einen Fischbrötchen auf dem Pooldeck, bevor es zum Abendessen ins East Restaurant geht

 

 

 

Samstag, 25. September 2021, 11.23 Uhr</strong

Zurück in Kiel werden wir von wolkenverhangenem Himmel empfangen, es regnet aber zumindest (noch) nicht.

Ich gehe ein letztes Mal zum Frühstück ins French Kiss bevor ich gegen 8.45 Uhr das Schiff verlasse. Geplant war eine Check-Out-Zeit von 9.00 – 9.30 Uhr, um 8.35 h kam jedoch schon die Durchsage, dass alle, die eine Check-Out-Zeit bis 9.30 Uhr gebucht haben, das Schiff verlassen können. Aufgehalten hat jetzt nur noch die Aufzugsnutzung – irgendwie wollte gefühlt jeder in einen Aufzug – und davon gibt es dann halt doch zu wenige, wenn massenhaft Menschen diese gleichzeitig nutzen wollen und nur bis zu drei Personen je Aufzug zulässig sind (und aufgrund des Gepäcks eigentlich auch nicht mehr reinpassen).

Nach rund fünf Minuten Wartezeit habe ich meine Taktik dann geändert und einen der nach oben fahrenden Aufzüge genommen – von meinen Mitreisenden mitleidig beobachtet (“Der fährt aber rauf.”) Kurz darauf habe ich dann aus dem Aufzug mitleidig nach draußen geguckt, als diese Mitreisenden immer noch warteten und ich inzwischen auf dem Weg nach unten war (“Ja, stimmt, der fährt rauf – aber wenn er oben ist, fährt er mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder runter.”)

Von daher verlasse ich das Schiff und will mich zu Fuß auf den Weg zum Parkhaus am ZOB machen. Die Idee verwerfe ich dann allerdings recht schnell, als ich sehe, dass hier kostenlose Shuttlebusses zum Hauptbahnhof fahren. Dort wird man zwar zwecks Kontaktnachverfolgung registriert, das nehme ich aber jetzt in Kauf. Und bin so zehn Minuten später schon am Bahnhof und fünf weitere Minuten später am ZOB. Dort fahre ich in das 3. OG und finde mein Auto. Und es sieht noch genauso aus wie letzten Samstag. Läuft.

McDonalds OfficeIch verlade mein Gepäck und mache mich auf den Weg nach Hamburg. Dort werde ich zwar viel zu früh ankommen (meine Check-In-Zeit auf der Mar ist 13.10 Uhr), aber besser zu früh als zu spät. Leider ist mein Akku im Auto ja nach wie vor leer, so dass ich die Vorteile des Hybrid erst einmal nicht nutzen kann. Das ändert sich dann aber etwa nach der Hälfte der Strecke – mein Navi sagt mir, dass in Quickborn sowohl ein McDonalds als auch eine Ladestation im Gewerbegebiet ist. Und so fahre ich hier erst einmal ab, setze mich mit einer Cola Zero bei McDonalds an mein Notebook, arbeite ein bisschen was und lade parallel dazu die Karre auf. Gleichzeitig kann ich so das zu frühe Ankommen in Hamburg etwas reduzieren – die Zeit müsste ich sonst im Auto auf dem Parkplatz warten, da vor der Check-In-Zeit ein Betreten des Terminals ja nicht möglich ist.

Ich schreibe jetzt also diese Zeilen – und melde mich dann wieder, wenn ich nachher in meiner Kabine in Quarantäne bin …

 

 

 

Freitag, 24. September 2021, 19.21 Uhr</strong

Zum Abendessen habe ich mich heute zum Abschluss der Reise mal für ein Buffetrestaurant, das Marktrestaurant, entschieden. Die Idee hatten aber auch andere – nach dem Händewaschen hieß es erstmal: warten.

Ein kurzer Check im Weite Welt Restaurant (auch Buffet) und Bella Donna (Service am Platz) führten aber zum gleichen Ergebnis – auch hier stehen mehr Leute vor der Tür als es freie Plätze gibt.

Also stelle ich mich in die Reihe vor dem Marktrestaurant und stelle fest, dass meine Idee, an den bisherigen Tagen im French Kiss bzw. im Buffalo zu reservieren, nicht die Schlechteste war.

Etwa eine Viertelstunde muss ich warten, dann werde ich an einen freien Platz geführt und mein Armband eingescannt. Und dann kann es los gehen.

Eigentlich ist alles wie es früher auch war – die Gäste drängeln sich am Buffet, die (theoretische) Idee, dass alle in die gleiche Richtung laufen, verpufft komplett. Ein wirres Durcheinander von Gästen, die entweder schon mit Teller unterwegs sind oder „erstmal nur gucken“ wollen, schiebt sich an den Gerichten vorbei. Bedient wird lediglich bei den Getränken, alles andere nimmt sich jeder selbst.

Zugegeben, die Auswshl ist natürlich grandios – mit einem gemütlichen Abendessen hat das aber nichts zu tun. Ich glaube, auf der Mar werde ich im wesentlichen im Brauhaus und im East (ich nehme an, da wird am Platz serviert) essen.

Ach ja, eigentlich wollte ich hier noch die Reisetorte präsentieren – das hat aber leider nicht funktioniert. Offensichtlich hat man sich von dem Konzept mit der „Show-Torte“ (nur gucken) wieder verabschiedet – zumindest im Marktrestaurant stand die Torte (bzw. der traurige Rest, der eine halbe Stunde nach Restaurantöffnung davon noch übrig war) zwischen den Desserts. Schade, die Fake-Torte hätte man ruhig beibehalten können …

Ich gehe jetzt also erstmal zurück in die Kabine, packe meine beiden Koffer für den morgigen Schiffswechsel und schaue mir dann um 20.30 Uhr noch die Prime Time XL an … ja, und dann geht es morgen weiter mit dem Wechsel auf AIDAmar in Hamburg.

 

 

 

Freitag, 24. September 2021, 15.11 Uhr</strong

Seetag im Organic SpaFür den Nachmittag hatte ich dann noch mal für vier Stunden den Organic Spa gebucht. Leider ist die Sonne heute nicht stark genug, um gegen den frischen Wind anzukämpfen, so dass man sich draußen nur im Whirlpool aufhalten kann und danach zusehen sollte, dass man möglichst schnell wieder nach drinnen kommt (bevor sich Eiszapfen bilden)

Aber es gibt ja auch einen innenliegenden Whirlpool – dann muss jetzt halt der herhalten im Wechsel mit der Liege …

 

 

 

Freitag, 24. September 2021, 10.05 Uhr</strong

Seegang! Naja, ein kleines bisschen hat man heute Nacht gemerkt, dass unter uns Wasser ist. So wirklich stark war es nicht, zumindest nicht in meiner Kabine (die ja ziemlich in der Mitte liegt). Aber die Balkontür konnte ich auch nicht offen lassen – dafür hat der Wind dann doch zu sehr gepfiffen.

SeetagGegen Morgen ist es dann aber etwas ruhiger geworden, der Kapitän hat eben von “leicht bewegter See” gesprochen, obwohl wir aktuell wohl noch Windstärke 8 haben. Aber das zeigt mal wieder, dass die aktuelle Windstärke nicht unbedingt ein Indikator für eventuellen Seegang sein muss.

Im Übrigen scheint aktuell die Sonne, der Himmel ist mehr oder weniger wolkenlos. Allerdings ist es mit rund 12°C nicht wirklich sommerlich da draußen. Aber das erwartet ja auch niemand gegen Ende September in der Ostsee. Und mit Jacke kann man gut draußen sitzen und das schöne Wetter bei einem Cappuccino genießen – Seetag halt.

 

 

 

Donnerstag, 23. September 2021, 22.14 Uhr</strong

SchärengartenUm 15.00 Uhr verlassen wie Stockholm und machen uns auf den Weg zurück durch den Schärengarten. Und pünktlich zum Ertönen der Auslaufmusik hat auch der Wettergott ein Einsehen – der Regen, der uns den ganzen Tag begleitet hat, hört auf.

SchärengartenUnd so erlebe ich die Fahrt durch die Schären auf meinem Balkon – und bin immer wieder begeistert von der Inselwelt. Und wenn man dann hört, dass die meisten Häuser, die da so vereinzelt und einsam auf den Inseln herumstehen, sogar Glasfaseranschlüsse haben und diese Technik bei uns zu Hause vielfach noch als „exotisch“ angesehen wird, dann freue ich mich auf die Wahl am Sonntag – danach ist das Internet dann auch bei uns hoffentlich kein „Neuland“ mehr …

In „diesem Internet“ lese ich übrigens gerade, dass in Kiel starker Wind herrscht und die Luna dort mit einem Schlepper an der Pier gehalten wird, erst morgen auslaufen soll und dass für Hamburg eine Sturmflut vorausgesagt wird – dann hoffen wir mal, dass uns das morgen am Seetag zurück nach Kiel nicht (so sehr) tangiert …

Zwischendurch hat AIDA dann ja auch noch bekannt gegeben, dass die Cosma erneut nicht rechtzeitig fertiggestellt werden kann und daher die geplanten Reisen ab Dezember nicht durchführen wird. Stattdessen werden diese von der Nova übernommen, die wiederum im Orient durch die Bella ersetzt wird (hier ist die ganze Pressemeldung zu finden).

Und eigentlich hatte ich ja die Silvesterreise gebucht, um über die Cosma berichten zu können. Jetzt muss ich mir wohl mal überlegen, ob ich stattdessen auf die Nova gehe oder ob es für Silvester einen Alternativurlaub gibt. Ach, irgendwas ist ja immer …

Dessert im French KissInzwischen ist es übrigens 18 Uhr und ich sitze (wieder mal) im French Kiss. Ich will ja niemanden langweilen, von daher spare ich mir hier die Aufzählung „meines“ Menüs – das kennt Ihr ja schon (heute übrigens mal wieder mit Rinderfilet). Und es gab heute zum Abschluss der Reise mal ein Dessert.

Und auch danach geht es „standardisiert“ weiter: Prime Time mit Tom und danach die zweite Show von Kay Ray (hier gibt es übrigens den Hinweis in der AIDA Heute, dass der Besuch erst ab 16 Jahren empfohlen wird – da gab es beim letzten Mal offensichtlich doch Irritationen bei einigen Eltern).

Wobei das auf dieser Reise doch eigentlich gar kein Thema sein dürfte, da ja hier – da außerhalb jeglicher Schulferien – ausschließlich Erwachsene sowie Kinder zwischen einem und fünf Jahren an Bord sind. Und die würde ich um diese Zeit eigentlich sowieso nicht im Theatrium vermuten. Oder der Hinweis ist exklusiv für den einen etwa 14-Jährigen gedacht, der auf dieser Reise dabei ist – wobei ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass er auf Kay Ray verzichten will …

Das Theatrium ist – im Rahmen des Abstandkonzepts – übrigens bis zum letzten Platz gefüllt. So schlecht scheint er beim Publikum also nicht angekommen zu sein. Eigentlich erstaunlich – ich hätte da eine gewisse „Inkompatibilität“ vermutet. So kann man sich täuschen – da ist die ältere Generation offensichtlich doch versauter als gedacht …

Kay RayTja, und es kommt so, wie es kommen musste … Kay Ray ist schon richtig gut – allerdings gibts da auch keine Grauzone; entweder kommt man mit seiner Art von Humor klar oder eben nicht. Und ich komme damit klar … Aber ich verstehe auch jeden, der lieber das Weite sucht …

Zurück auf der Kabine bemerke ich dann in der Tat leichte Schiffsbewegungen. Vielleicht wird das ja doch noch eine richtige Seefahrt …

Oder es ist die Vorbereitung auf meine Reise mit der Mar ab Samstag – auf der Norwegenroute ist ja tendenziell eher mal mit Seegang zu rechnen …

Warten wir mal die Nacht ab – ich bin gespannt …

 

 

 

Donnerstag, 23. September 2021, 09.53 Uhr</strong

Wetterbericht StockholmUnd es kam so wie es – laut Wetterbericht – kommen musste. Es regnet, nicht sonderlich stark, aber kontinuierlich. Und so soll es heute auch den ganzen Tag bleiben. Von daher bin ich schon mal froh, dass ich den heutigen Pedelec-Auslflug abgesagt und keinen Altstadt-Spaziergang gebucht habe.

Dafür verbringe ich den Tag heute halt an Bord, wobei wir gegen 15 Uhr dann ja aus Stockholm auslaufen und wieder durch den Schärengarten zurückfahren – und da wäre ein bisschen Sonne statt Regen natürlich schon schön. Naja, schaun mer mal … nachlassen soll der Regen nachmittags ja, vielleicht haben wir Glück.

Und bis dahin gehe ich erst mal in den Beachclub – da ist es jetzt relativ leer (klar, sind ja alle in Stockholm) und warm. Da kann die Prima dann schon mal ihre Vorteile als „Ganzjahresschiff“ ausspielen …

 

 

 

Mittwoch, 22. September 2021, 23.23 Uhr</strong

Nach einem eher ruhigen „Seetag“ in Stockholm, bei dem aber die Sonne zumindest teilweise für Wärme gesorgt hat, so dass man temporär durchaus im T-Shirt auf dem Balkon sitzen konnte, habe ich mich zum Abendessen heute mal nur auf die „Scharfe Ecke“ konzentriert und eine doppelte Currywurst „spicy“ gegessen – und das muss heute mal reichen.

Zumal es ja nachher nochmal für zwei Stunden nach draußen geht – und danach hab‘ ich bestimmt sowieso noch mal Hunger auf einen Snack. Da muss man es ja vorher nicht übertreiben …

Der Ausflug startet um 20.30 Uhr auf der Pier, so dass ich mich etwa 15 Minuten vorher mal auf den Weg mache.

Und obwohl man ja eigentlich nicht mehr als zehn Minuten vor Ausflugsbeginn am Treffpunkt sein soll, bin ich der letzte: „Du bist der Harald? Dann sind wir jetzt komplett.“ Ah, jetzt ja …

Ausflug - Bootsfahrt in StockholmUngefähr 70 Personen stehen jetzt auf der Pier und werden von unseren Guide zum bereitstehenden Boot geführt. Das ist dann auch schnell gefüllt, Abstände gibt es eher nicht. Ich setze mich gleich nach draußen, da kann man zum einen besser fotografieren – und zum anderen ist das mit dem Abstand weniger problematisch.

Unser Guide hat uns während der Fahrt mit vielen Informationen versorgt – und ansonsten konnte man die nächtliche Szenerie auf sich wirken lassen. Und wie immer wirken beleuchtete Städte abends und nachts ja eigentlich schon von selbst.

Leider haben die meisten Mitreisenden um mich herum nicht viel Interesse für die Erläuterungen des Guides aufgebracht. Was ja nicht schlimm wäre – wenn man sich denn nicht stattdessen so laut unterhalten hätte, dass man noch irgendetwas hätte verstehen können. So was ist dann schon irgendwie ärgerlich – insbesondere dann, wenn man auch die Bitte interessierter Mitreisender, doch etwas leiser zu sein, völlig ignoriert. Aber ich bin ja im Urlaub, ich rege mich ja nicht mehr auf …

AIDAprima bei NachtAch ja, die Temperaturen sollte man nicht ganz außer Acht lassen – die sind jetzt einstellig. Und dementsprechend bin ich froh, neben einem Pulli eine winddichte Jacke, Mütze und mein Multifunktionstuch dabei zu haben …

Der erste Teil der Fahrt führt uns hinaus aus dem Hafen bis zu den ersten Schäreninseln; hier wenden wir und fahren dann in die Stockholmer Innenstadt.

Interessant ist übrigens, dass sich die meisten hier draußen relativ schnell die Masken heruntergerissen haben – und sie jetzt, als es etwas kälter wurde, alle wieder vor Mund und Nase haben.

Und was lernen wir daraus: wegen eines potenziell tödlichen Virus braucht man keine Maske tragen, wenns ein bisschen kühl wird um das Näschen, dann aber schon. Muss man ja nicht unbedingt verstehen …

Stockholm bei NachtDie Innenstadt ist jetzt natürlich toll beleuchtet, man sieht die meisten der wichtigen Gebäude – und bekommt Lust auf mehr. Wird Zeit, dass man irgendwann mal wieder individuell von Bord kann…

Wir fahren jetzt noch eine gute halbe Stunde in den einzelnen Kanälen durch die Innenstadt und einige neue Stadtteile bevor wir dann wieder neben AIDAprima anlegen.

Zurück an Bord sehe ich ein Schild „Brauhaus heute bis 00.00 Uhr geöffnet!“ Und das ist auch gut so – haben doch die Scharfe Ecke und das Tapas & Bar seit 20 Uhr geschlossen. Daher gehe ich also noch auf einen Schweizer Wurstsalat als Betthupferl ins Brauhaus – und dann ins Bett.

 

 

 

Mittwoch, 22. September 2021, 10.48 Uhr</strong

Willkommen bei unserer Flusskreuzfahrt …

SchärengartenWir sind heute Morgen in den Schärengarten vor Stockholm eingefahren und nähern uns jetzt Stockholm. Und wenn man aus dem Fenster heraus oder von der Veranda herunterguckt, könnte man auch das Gefühl haben, auf irgendeinem Fluss unterwegs zu sein – so dicht schieben sich die rund 14.000 Inseln an uns vorbei.

Die Sonne hat sich im Übrigen auch dazu entschieden, bei dem Schauspiel mitzumachen und so sitze ich jetzt mit einem Cappu an der Reling und schaue der vorbeiziehenden Landschaft zu. Einfach mur traumhaft.

Einen Ausflug in Stockholm habe ich heute tagsüber leider nicht und so verbringe ich den Tag an Bord (bei dem Wetter hätte ich durchaus mal den Altstadtrundgang für 24,95 € mitgemacht – fürs Pedelec wäre es mir aber zu frisch gewesen). Allerdings habe ich heute Abend um 20.30 Uhr dann zu Hause bereits eine Bootsfahrt durch das nächtliche Stockholm gebucht – ich bin gespannt …

 

 

 

Dienstag, 21. September 2021, 21.07 Uhr</strong

Spicy Buffalo ShrimpsEinmal auf jeder Reise bin ich natürlich auch im Buffalo Steak House zu finden. Und zumindest bei der Vorspeise bin ich wenig experimentierfreudig – da gibt es die „Spicy Buffalo Shrimps“. Das wäre angeblich auch der Geheimtipp der Crew … was mich nicht wundern würde. Es ist ja auch meiner …

Als Hauptgang dient dann heute mal ein Filet Mignon mit Grillgemüse und Steakhouse Salat. Bewährter Standard eben.

Interessanterweise hat man übrigens die Ofenkartoffel mit Sour Creme von der Karte eliminiert – die vermisse ich in der Tat schon ein bisschen. Aber gut, Gemüse und Salat sind ja auch gesünder.

Für diejenigen, die sich für die „Club-Goodies“ interessieren … Das war mein Ersatz für die Sternstunde, die aktuell ja nicht stattfinden kann. Die „Grünen“ erhalten hierbei ein 3-Gang-Chefs-Menü im Steakhouse, die „Goldenen“ ein 6-Gang-Menü im Rossini.

Und da ich das Steakhouse dem Rossini vorziehe (insbesondere, wenn ich allein unterwegs bin), konnte ich das Rossini mit dem Buffalo tauschen. Und auch ein Tausch der eigentlich vorgegebenen Gänge im Buffalo war heute dann kein Problem.

Und noch ein kleiner Tipp: nehmt ein paar Euro mit – da ja kein Beleg unterschrieben werden muss, kann man sonst kein Trinkgeld geben …

Im Anschluss war ich dann in Tom‘s Prime Time zu finden – Tobey Wilson lausche ich im Anschluss dann im Kabinen-TV. Denn mein aktuelles Buch ist einfach zu spannend, das muss ich unbedingt weiterlesen: „Projekt Lightspeed“ [Werbelink]. Zugegeben – ich habe erst damit angefangen, finde es aber schon jetzt absolut lesenswert (Hinweis: Für Impfgegner aber wohl eher nicht geeignet!)

 

 

 

Dienstag, 21. September 2021, 15.22 Uhr</strong

Tapas y BarHeute entscheide ich mich mal für einen kleinen Mittagslunch – ab 14 Uhr hat nämlich „Tapas & Bar“ geöffnet. Und da die Tapas auf AIDAprima/AIDAperla eines meiner Highlights an Bord sind, habe ich – neben einem Sangría – mal eine kleine Auswahl davon bestellt:

  • Queso manchego al romero con mostaza de higos
  • Pulpo marinado
  • Rollitos de beicon con queso fresco
  • Pimientos cuajada
  • Sardinas en vinagre
  • Aioli
  • Gambas al ajillo
  • Pimientos de Padron
  • Chorizo asado con manzana y miel
  • Papas arrugadas con sel marina y aioli

Tapas y Bar - Karte

 

Das muss dann jetzt aber auch reichen, schließlich habe ich heute Abend noch einen Termin im Buffalo Steakhaus …

 

 

 

Dienstag, 21. September 2021, 11.35 Uhr</strong

Die Nacht war für mich heute um 8.30 Uhr zu Ende – da kam die Durchsage über die Kabinenlautsprecher, dass man jetzt die Signalanlage des Schiffes über die Kabinenlautsprecher testen würde. OK, reicht ja auch, lange genug geschlafen. Also ab ins Bad und dann zum Frühstück.

Hafeneinlauf VisbyWir liegen heute in Visby in Gotland, zwischendurch kommt ab und an die Sonne heraus, es ist aber ziemlich kalt. 9°C sagt das Thermometer – und ich bin froh, meinen Pedelec-Ausflug für heute abgesagt zu haben. Das wäre jetzt nicht wirklich meine Fahrrad-Temperatur gewesen. Auch wenn mir dadurch Visby durch die Lappen geht, da ein Alternativausflug so kurzfristig nicht mehr zu buchen war.

Von daher freue ich mich durchaus schon auf die kommende Woche auf der Mar, auf der ja individuelle Landgänge (nach heutigem Stand) wieder möglich sein werden. Und auch, wenn ich mich in der aktuellen Zeit gut mit den geführten Ausflügen abgefunden habe (immer noch besser als zu Hause zu sitzen), ist der Schritt in die “Normalität”, d.h. individuelle Landgänge dann doch ein schöner. Aber natürlich immer nur, wenn das pandemiebedingt auch einigermaßen risikolos ist.

Vor dem Frühstück schaue ich noch mal kurz an der Rezeption vorbei – ich habe da eine kleine Unstimmigkeit auf meiner Bordrechnung zu klären. Und bin erstaunt, dass ich das auf Englisch machen muss. Denn: es sind zwei Mitarbeiterinnen an der Rezeption tätig – die eine ist irgendwie längerfristig mit ihrem PC beschäftigt und kann daher keine Gäste bedienen und die andere spricht – wie ein Schild auf dem Tresen erklärt – nur Englisch.

Nicht, dass das für mich jetzt ein Problem gewesen wäre … ich kann mir aber schon vorstellen (bzw. habe es eben ja auch live erlebt), dass das für einige Passagiere eine unüberwindbare Hürde darstellt. Der eine oder andere ist dann auch wieder gegangen – ob sich deren Problem damit von selbst erledigt hat, weiß ich natürlich nicht. Aber vielleicht sind sie ja auch auf die Servicenummer 5000 ausgewichen (wobei ich da gestern aber auch nur eine englischsprachige Mitarbeiterin am Telefon hatte). Ich hoffe mal, dass das – aus welchen Gründen auch immer – nur ein temporäres Thema hier an Bord ist. Denn insbesondere an der Rezeption und am Servicetelefon sollte (muss) deutschsprachiger Kontakt halt schon gesichert sein …

Ich gehe jetzt also wie geplant zum Frühstück ins French Kiss, erhalte inzwischen mehr oder weniger automatisch das, was ich immer so zum Frühstück esse und beginne den Tag – Dank vernünftigem Mobilfunknetz in Schweden – mit der Lektüre der Heimatzeitung. Und bin immer mehr gespannt, was am Sonntag da so auf uns zukommt. So unsicher war ich noch nie, was bzw. wen man denn nun wählen soll – und vor allem, was man danach bekommt. Nun, aufgrund meiner beiden aktuellen Kreuzfahrten musste ich meine Kreuze ja schon vergangene Woche machen – von daher ist es für mich jetzt eh gelaufen … aber spannend bleibt es irgendwie schon. Zumal es ja jeden Tag was Neues dazu gibt …

Nach dem Frühstück mache ich dann mal ein bisschen “Ship Office”, lade das Video zu den PCR-Tests auf YouTube hoch (wen es interessiert – hier ist es zu finden) und schaue mal, ob ich noch Ideen für meine Landgänge in Norwegen finde bevor ich mich mit meinem Kindle zum Lesen zurückziehe (allerdings indoor – die Temperaturen draußen geben das nicht wirklich her).

 

 

 

Montag, 20. September 2021, 22.30 Uhr</strong

Hab ich eigentlich schon erwähnt, welches mein Lieblingsrestaurant ist? Richtig … das „French Kiss“. Und ratet mal, wo ich heute nochmal zu Abend esse … Richtig!

EntenbrustVon daher ist die Menüfolge eher langweilig – die ist nämlich (fast) genau so wie gestern. Lediglich das Rinderfilet ersetze ich heute mal mit der gebratenen Entenbrust mit Dijon-Senf-Sauce und Macaire-Kartoffeln. Es ist aber auch zu gut hier …

Prime Time mit KapitänIm Anschluss gucke ich mir dann die obligatorische Prime Time an (heute mit Kapitän Sven Gärtner), gefolgt von Kay Ray. Erwartungsgemäß hat man sein Programm offensichtlich geteilt – in einen (mehr oder weniger) „jugendfreien“ Teil (den sehen wir jetzt im Theatrium) und einen anderen (den ich wohl gestern Abend in der Nightfly Bar verpasst habe).

Kay RayJetzt kenne ich also Kay Ray von vor einigen Jahren und das, was ich heute im Theatrium gesehen habe, ist durchaus ein bisschen harmloser gewesen als damals. Aber immer noch gut …

Und mal sehen, vielleicht gibt es ja noch eine Wiederholung oder einen zweiten Teil der Show in der Nightfly Bar – dann schaue ich mir das auch noch mal an. Vielleicht ist da ja dann der „alte“ Kay Ray zu sehen …

Heute Abend ist dann übrigens auch das Theatrium mal an seine Kapazitätsgrenze gekommen – da ja rechts und links von jeder Kabine 1,5 m frei bleiben müssen und ebenso die Plätze davor und dahinter (also nur versetzt gesessen werden kann), kann das Theatrium nur zu etwa 1/3 der normalen Kapazität besetzt werden. Und das langt an solchen Abenden dann in der Tat nicht. Da wird der eine oder andere wohl tatsächlich auf die TV-Übertragung in der Kabine ausgewichen sein.

Ich gehe jetzt zum Abschluss des Abends jedenfalls mal schnell ins Casino und verzocke mein Gold-Guthaben. Oder vervielfache es. Schau’n mer mal …

 

 

 

Montag, 20. September 2021, 16.58 Uhr</strong

Organic SpaUnd während das Wetter gestern ja eher bescheiden war, werden wir am heutigen Seetag mit Sonnenschein belohnt.

Man muss sich zwar ein windgeschütztes Eck suchen – dann kann man aber problemlos in der Badehose in der Sonne liegen. Unangenehm ist es nur im Wind – der bläst dann doch eher kühl.

Die Entscheidung für den Organic Spa war jedenfalls goldrichtig – und da die Steuerbordseite aktuell auch die Sonnenseite ist, mache ich mir – trotz der Vorbräunung vom Mittelmeer – Gedanken um einen Sonnenbrand…

In jedem Fall war es ein relaxter Nachmittag. Und das Video zum positiven PCR-Test ist auch fertig – das geht dann morgen früh online, wenn ich schwedisches Landnetz habe. Wenn ich das jetzt über das Schiffs-WLAN uploaden würde, wäre es wahrscheinlich auch erst morgen früh im Netz …

 

 

 

Montag, 20. September 2021, 11.08 Uhr</strong

Seetag

Seetag auf AIDAprima

Nun, noch mal kurz zum gestrigen Abend …

Da gab es um 22 Uhr noch einen Programmpunkt in der Nightfly Bar, der wie folgt angekündigt war:

„MEET MY GUEST
Heute um 22:00 Uhr begrüßen wir einen Überraschungsgast in unserem Nightfly Nachtclub. Host Marika wird Ihnen einen Einblick in das Programm eines unserer wunderbaren Gastkünstler ermöglichen. Der Eintritt hierfür ist ausschließlich für unsere erwachsenen Gäste ab 18 Jahren gestattet. Es erwartet Sie ein unvergesslicher und humorvoller Abend.“

Das hab ich zwar gelesen, dem aber nicht so wirklich eine Bedeutung zugemessen. Das hat sich heute Morgen dann aber schlagartig geändert, als ich beim Frühstück in die AIDA Heute geguckt habe – da steht für heute Abend um 21 Uhr nämlich „Kay Ray“ als Gastkünstler im Programm.

Ihn habe ich vor vielen Jahren erstmals auf AIDA gesehen und fand ihn absolut super. OK, das Programm war damals schon ziemlich nah an der Gürtellinie (also eigentlich eher deutlich darunter) und die Eltern hatten sicherlich abends Spaß in der Kabine, wenn sie ihren Kids die einzelnen Gags erklären mussten. Seit dem habe ich ihn allerdings auf AIDA nicht mehr gesehen.

Und nun ist er wieder da … Wobei anscheinend ein Teil des Programms öffentlich im Theatrium stattfindet (heute um 21 Uhr) und ein anderer Teil (ich habe eine gewisse Ahnung, was die Inhalte waren) gestern Abend in der Nightfly stattfand.

Aber mal ehrlich: hätte man das nicht im Vorfeld vernünftig und nicht durch so ein Bla-bla („Meet my Guest“) ankündigen können? Dann hätte ich nämlich gewusst, wo ich den gestrigen Abend verbracht hätte …

FrühstückAber genug geärgert – ich sitze jetzt beim Frühstück im French Kiss, die Tageszeitung quält sich durch das Bordnetz, das am Seetag eher noch langsamer ist als sonst, und ich überlege mir, wie ich den Tag so verbringe.

Nach dem Frühstück werde ich wohl erst einmal das Video zu den Coronatests aufnehmen (wenn ich einen ruhigen Ort finde), so dass ich das morgen hochladen kann.

Und am Nachmittag „chille“ ich dann im Organic Spa – den habe ich nämlich mal für vier Stunden gebucht. Die Saunanutzung geht ja leider noch nicht (außer als Privatsauna für 89 € für zwei Stunden – und das ist mir allein deutlich zu teuer) – bin mal gespannt, wie das dann kommende Woche auf AIDAmar aussieht …

 

 

 

Sonntag, 19. September 2021, 19.41 Uhr</strong

Nachdem ich das Kabinenvideo fertiggestellt und bei YouTube hochgeladen habe (hier der Link zur Kabinenbeschreibung mit Fotos und Kabinenrundgang), gehe ich noch auf Deck 3 zur täglichen Temperaturkontrolle.

Aber wöhrend das auf AIDAstella in Spanien täglich verpflichtend für alle Reisenden war (und mittels einzulesender Bordkarte auch dokumentiert wurde), ist das hier auf der Prima augenscheinlich freiwillig – denn es wird weder kontrolliert noch wird die Bordkarte eingelesen. Da erschließt sich mir allerdings Sinn und Zweck nicht wirklich – wer meldet sich denn freiwillig als „Corona-Verdächtiger“ im Hospital, wenn die Temperatur den Grenzwert übersteigt? Oder schätze ich das falsch ein?

Naja, wie auch immer – den restlichen Nachmittag verbringe ich jetzt auf dem Balkon und lese ein bisschen.

Naja, stimmt nicht ganz. Ich verbringe fünf Minuten auf dem Balkon. Und dann stehe ich vor der Wahl, die Winterjacke anzuziehen oder in die Kabine zu gehen. Nur im Pulli ist es einfach zu frisch hier draußen.

Und da spielt die Kabine jetzt ihre Stärken aus: das große Schlafsofa ist ideal geeignet, um sich zum Lesen zurückzuziehen …

Dinner French KissWeiter im Programm geht es dann um 18 Uhr mit dem Abendessen. Heute habe ich im „French Kiss“ reserviert – mein Lieblingsrestaurant auf der AIDA-Flotte.

Und wer mit mir hier schon mal essen war, kennt auch die Menüfolge:

  • Beef Tartar nach Art des Chefs
  • Weinbergschnecken in Knoblauch-Kräuterbutter
  • Nizza-Salat mot Thunfisch, Bohnen und Kartoffeln
  • Rosa gebratenes Rinderfilet mit Café de Paris-Sauce und Zwiebel-Confit
  • Fromages (Käseteller)

Das hat sich auf vergangenen Reisen schon vielfach bewährt …

Und ganz ehrlich – das steht einem Essen im Buffalo Steak House in nichts nach. Und es ist im Reisepreis inkludiert – und wem das Rinderfilet zu klein sein sollte, der bestellt es halt ein zweites Mal …

BesteckDas einzige, was ich in den Restaurants aktuell an Bord echt nervig finde, ist das Besteckhandling. Auf dem Platz liegt eine Stoffserviette, in der ein Satz Besteck (Messer, Gabel, Löffel, kleiner Löffel, Gäbelchen, Brotmesser) eingewickelt ist. Will man die Serviette nun auf seinem Schoß platzieren, muss das Besteck unweigerlich auf den (nicht eingedeckten) Tisch gelegt werden. Und Desinfektion hin oder her – schön ist das nicht. Das war auf anderen Schiffen besser gelöst: da war in der Stoffserviette neben dem Besteck noch eine Papierserviette platziert – die diente dann hervorragend als Unterlage für das Besteck. Und das sah dann gleich viel appetitlicher aus – und hygienischer ist es definitiv auch.

Nach dem Essen gehe ich jetzt erst einmal in die Prime Time und schaue mir anschließend „Wer wird Millionär“ an – und dann schauen wir mal, was der restliche Abend so mit sich bringt …

 

 

 

Sonntag, 19. September 2021, 12.12 Uhr</strong

Vielleicht täusche ich mich ja – aber gefühlt ist die Bettdecke hier dicker als vor zwei Wochen auf der Stella in Spanien. Zumindest hält sie ziemlich warm. Und das, obwohl ich wie immer die Verandatür heute Nacht ein Stück offen gelassen habe. Und damit die Kabine dann doch relativ kalt wird – was insbesondere dann auffällt, wenn man das Bett mal kurz verlassen muss.

Von daher ist aktuell das Schlafen bei Frischluft und ohne Klimaanlage noch möglich. Mal schauen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.

KopenhagenSo richtig wach werde ich dann allerdings erst beim Anlagen in Kopenhagen. Wir liegen an Terminal 1, etwas außerhalb (und nicht an der Langelinie, wo die „kleineren“ Schiffe üblicherweise festmachen). Da auf dieser Reise individuelle Landgänge aber sowieso nicht zulässig sind, ist die „Stadtnähe“ aber auch nicht so entscheidend – hat man einen geführten Ausflug, wird man ja eh mit dem Bus am Schiff abgeholt.

Ja, und hat man keinen, dann bleibt man halt auf dem Schiff. So wie es mir ergeht – ich kenne Kopenhagen eigentlich relativ gut, so dass die Ausflüge für mich jetzt nicht so wirklich attraktiv waren. Von daher habe ich im Vorfeld auch keinen gebucht. Und hätte kurzfristig auch keine Chance mehr gehabt – alle Ausflüge waren gestern im Bordportal bereits ausgebucht. Wer also im Vorfeld der Reise in MyAIDA keinen Ausflug gebucht hatte, hat hier an Bord wohl auch kaum eine Chance gehabt – da bleibt als „Plan B“ dann tatsächlich nur der „Seetag“ an Bord von AIDAprima.

Von daher kann ich jedem Reisenden nur empfehlen, sich rechtzeitig um Ausflüge zu kümmern, wenn man auf der AHOI-Reise auch mal von Bord will – ansonsten sind es relativ viele „Seetage“ (die dann allerdings im Hafen stattfinden). Für Visby übermorgen ist beispielsweise auch kein einziger Platz mehr auf einem der Ausflüge frei. Und da ich meinen im Vorfeld gebuchten Pedelec-Ausflug ja storniert habe, hatte ich die Idee, mal nach einer Alternative zu schauen … aber gut, das blieb bei einer Idee. An Bord ist es ja auch ganz schön

Brasserie French KissIch gehe jetzt erst einmal ins French Kiss zum „Gold-Frühstück“. Und hier läuft eigentlich alles so, wie es auf den vergangenen Reisen auch war – Etagere, Kaffeespezialitäten, frisch gepresster O-Saft, Eierspeisen … alles wie gehabt. Und in ruhiger Atmosphäre gemütlich frühstücken.

Zugegeben, im Bella Donna (das aktuell ja mit Service am Platz arbeitet) ist es nicht viel anders – außer dass die Kaffeespezialitäten (wenn sie denn nicht durch ein Getränkepaket abgedeckt sind) bezahlt werden müssen und dass der frisch gepresste Orangensaft nicht kostenfrei ist – der Rest ist identisch.

Und während sich das Schiff so langsam leert, da uns die Ausflügler sukzessive verlassen, ziehe ich mich zum Schreiben und um das Kabinenvideo zu erstellen, mal etwas aus dem Trubel zurück. Und nutze dabei mal die Gelegenheit, für diejenigen unter Euch, die eine (Junior)suite gebucht haben oder mit dem Gedanken spielen, eine zu buchen, ein bisschen was zur AIDA Lounge zu schreiben.

Dieser exklusive Bereich, der nur den (Junior)suitengästen zur Verfügung steht, bietet neben einem kleinen Außenbereich (auf dem es im Moment halt auch relativ kalt ist) einen Rückzugsort mit verschiedenen Sitzgelegenheiten, Tischen und inkludierten Getränken (Kaffeespezialitäten, Softdrinks, Bier, Wein und Sekt). Alle anderen Getränke aus der Barkarte gibt es auch – diese sind dann allerdings normal zu bezahlen.

Und es gibt hier immer die eine oder andere Kleinigkeit zu essen. Und während es auf AIDAperla den ganzen Tag über die gleichen Snacks waren wie es sie auch in der Pier 3 Bar gibt, werden hier vier Mal täglich wechselnde Snacks angeboten: zum Frühstück, zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie zum Abendessen.

AIDA LoungeDas sind natürlich keine vollwertigen Mahlzeiten, sondern kleinere Snacks, die man entweder als Vorspeise essen kann oder die eine Alternative darstellen, wenn man beispielsweise mittags nicht ausreichend Hunger hat, um eines der Restaurants zu besuchen, aber dennoch eine Kleinigkeit essen will.

Das „Mittagsmenü“ sieht heute beispielsweise wie folgt aus:

  • Französischer Käseteller
  • Pflaumen im Speckmantel
  • Cesar Salad mit Croutons
  • Antipasti (Paprika, Salami, Kapern)
  • Tiramisu im Gläschen
  • Laugencroissant mit Lachs
  • Buttercroissant mit Hähnchenbrust
  • Aprikosencroissant
  • Schoko-Nuss-Croissant
  • Zitronen-Vanille-Croissant

Ach ja – ich bin gefragt worden, wie das an Bord aktuell mit dem Tragen der Maske aussieht. Nun – das ist relativ einfach: im Innenbereich ist immer und überall die Maske zu tragen außer am Tisch im Restaurant, während des Trinkens an den Bars, beim Sport und in den Pools. Und im Außenbereich nur dann, wenn der Mindestabstand von 1,50 m nicht eingehalten werden kann.

Allerdings stelle ich auf dieser Reise vermehrt fest (mag aber auch an der Passagierstruktur außerhalb der Ferienzeiten liegen), dass einige doch immer wieder darauf hingewiesen werden müssen, die Maske zu tragen. So beispielsweise ein älteres Ehepaar gestern Abend an einem Tisch im Theatrium. Die Reaktion darauf: „Nein, nein, wir sind geimpft und alles – wir brauchen das nicht.“

Da dürfte es sich aber ziemlich sicher um Informationsdefizite handeln, böse Absicht unterstelle ich da ausdrücklich nicht. Nach erfolgter Ansprache wird das dann ja auch umgesetzt – ok, dass die Nase auch unter die Maske gehört, ist dann ein weiteres Thema, das man dann wohl noch mal separat behandeln müsste.

 

 

 

Sonntag, 19. September 2021, 11.33 Uhr</strong

Auslaufen aus KielUm kurz nach 18.00 Uhr ist es dann soweit – das erste Auslaufen der Reise steht an. Wir verlassen den Kieler Hafen in Richtung Dänemark – und ein kurzer Besuch auf dem Freideck zeigt noch mal klar und deutlich: wir sind hier nicht im Mittelmeer. Ohne eine Jacke geht hier nichts. Aber OK, das habe ich ja vorher gewusst – und es könnte ja auch schneien.

Mal sehen, wie es die nächsten Tage so wird – aber das Wetterbericht ist da ziemlich eindeutig: eher kühl, dafür aber meistens wohl trocken. Und zwischendurch sollte sich ab und an sogar mal die Sonne zeigen. Also eigentlich ein optimales Fahrtgebiet für AIDAprima – mal sehen, wie sich kommende Woche dann AIDAmar in Norwegen so schlägt …

Jetzt steht aber erst einmal eine wichtige Entscheidung an: wo gibt es heute Abendessen?

Aktuell gäbe es hier an Bord folgende Auswahl:

  • A-la-carte-Restaurants (Essen und Getränke müssen bezahlt werden):
    • Buffalo Steak House
    • Rossini
    • Sushi Bar
  • Spezialitätenresraurants (Essen ist inkludiert, Getränke müssen bezahlt werden):
    • Brauhaus
    • Casa Nova
    • French Kiss
  • Buffetrestaurants:
    • Marktrestaurant
    • Weite Welt
  • „Buffet“restaurants (aktuell mit Service am Platz):
    • Bella Donna
    • Fuego (Pizza, Pasta, Burger)
  • Snackbars
    • Scharfe Ecke („Currywurst-Bude“)
    • Tapas & Bar
  • Aktuell geschlossen (wird von der Crew genutzt):
    • East Restaurant

Also im Prinzip ist (fast) alles so wie vor Corona, mit Ausnahme des aktuell geschlossenen East-Restaurants und des Bella Donna, bei dem es aktuell Service am Platz gibt (mit Auswahl aus einer täglich wechselnden Speisekarte). Die heutige sieht beispielsweise so aus:

  • Vorspeisen
    • Aalrauch-Matjes auf Kartoffelplätzchen mit Kräuterrahm
    • Kartoffelplätzchen mit Rote Bete und Kräuterrahm
  • Hauptgänge
    • Roastbeef am Stück gegart im Kräutermantel, Ras el-Hanut-Portweinzwiebeln, Kartoffelgratin
    • Hamburger Pannfisch mit Bratkartoffeln und Dijon-Senfsauce
    • Sauerkrautstrudel mit Süßkartoffeln und Ziegenkäse
  • Dessert
    • Alt-Hamburger Apfelkuchen mit Vanillesoße (vegetarisch)
  • Täglich für Sie verfügbar
    • Bunt gemischter Salatteller (vegetarisch)
    • Antipasti-Variation
    • Suppenspezialität des Restaurants
    • Gemischtes Eis mit Sahne (vegetarisch)
    • Frische Obstvariation (vegetarisch)
    • Käse-Selektion mit Feigensenf (vegetarisch)
  • Für unseren kleinen Feinschmecker
    • Pasta mit Bolognese
    • Pasta mit Tomatensoße (vegetarisch)
    • Fischstäbchen mit gebackenen Kartoffeln
    • Chicken Nuggets mit gebackenen Kartoffeln
  • Empfehlung und Suppenspezialität im Bella Donna Restaurant
    • Ricotta-Spinat Tortellini mit italienischer Käsesoße (vegetarisch)
    • Minestrone: Italienische Gemüsesuppe (vegetarisch)

BrauhausIch entscheide mich heute für das Brauhaus, muss aber feststellen, dass die Brauhauspfanne, die vor einigen Wochen auf AIDAstella ja erst wieder eingeführt wurde (zu Lasten der Brauhausente), hier wohl nicht angekommen ist. Und so gibt es dann heute also doch die Ente zum Abendessen.

Anschließend steht traditionsgemäß die Prime Time (mit Tom) auf dem Tagesplan bevor der Gastkünstler Tobey Wilson seine Sangeskünste zum Besten gibt.

Tobey WilsonEifrige Leser meiner Blogs werden sich erinnern – er war im August mit mir auch auf AIDAperla … und hat mich da schon begeistert. Ich freue mich, dass er da ist …

Zum Abschluss des Abends gehe ich noch mal schnell in den AIDA-Shop – ich habe da ja noch einen Gutschein von AIDAblu (aus der Jubiläumstombola), den ich heute gegen eine Jacke eintausche.

CurrywurstUnd wenn ich schon mal hier unten auf der Plaza bin, dann geht auch noch schnell eine Currywurst zum Dessert bevor ich mich dann in meine Gemächer zur Nacht zurückziehe.

Ich hatte im Übrigen “scharf” gesagt – aber entweder hat er mich nicht richtig verstanden oder der “leicht würzige” Geschmack ist tatsächlich scharf – und meine Geschmacksnerven haben sich inzwischen etwas an scharfes Essen gewöhnt. Vielleicht sollte ich doch nicht so oft bei “Best Worscht in Town” vorbeischauen …

 

 

 

Samstag, 18. September 2021, 17.16 Uhr</strong

So, jetzt gehts aber los mit der Kreuzfahrt. Naja, noch nicht ganz. Erst mal muss ich nach dem Frühstück im Hotel nach Kiel fahren. Soll laut Navi 1:08 Stunden dauern. Und da ich um 11.25 Uhr meine Eincheckzeit habe, wollte ich um 11 Uhr im Parkhaus sein. Aber ich rechne mal ein bisschen “Angst” mit ein, man weiß ja nie, was einen unterwegs so erwartet – und so fahre ich kurz vor 9 Uhr im Hotel los.

Und gerate bereits an der ersten Kreuzung in die Falle: heute findet in Hamburg irgendein Radrennen statt, so dass viele Straßen gesperrt sind. Und vorsichtshalber steht da halt einfach nur eine rot-weiße Baake und ein “Einfahrt-Verboten-Schild”, aber kein Umleitungshinweis. Und mein Navi kennt zwar einen “Plan B” – der besteht aber eigentlich nur aus “Bitte wenden”. Und schon stehe ich wieder vor der Baake … Und das geht fast an jeder Kreuzung so. Soviel zum Thema “1:08 Stunden”. Es werden dann fast zwei …

Ich entscheide mich also erst mal für die andere Richtung – da sind wenigstens keine Straßen gesperrt. Und für ein Schild “Autobahn” – denn wenn ich mal irgendwo um Hamburg herum eine Autobahn gefunden habe und dann als Ziel “Kiel” habe, wird mich mein Navi ja wohl irgendwie um Hamburg herum führen. Und das tut es auch – wobei die Fahrt dadurch etwas länger wird. Dank Zeitpuffer erreiche ich aber dennoch um 10.50 Uhr das Parkhaus am ZOB (das ist rund 200 m vom Hauptbahnhof entfernt), in dem ich für eine Woche einen Parkplatz für 54 € reserviert habe. Der QR-Code auf meinem Handy wird an der Einfahrtschranke erkannt, ich erhalte ein spezielles Parkticket und kann mir einen Parkplatz suchen. Und auch wenn ich gern einen der vier Ladeplätze genommen hätte (schließlich ist der Akku im Auto immer noch leer), scheint es mir doch etwas frech, einen Ladeplatz für sieben Tage zu belegen, wenn man nur 1,5 Stunden laden muss.

Ich mache mich mit meinen Koffern jetzt also auf den Weg zum Bahnhof – dort steht ein Pavillon von AIDA, an dem ich mein Gepäck abgeben kann. Von dort würde ab etwa 11.15 Uhr auch ein Shuttlebus zum Cruiseterminal am Ostseekai fahren – allerdings entscheide ich mich da für den Fußweg. Bevor ich dann im Bus durch einen dummen Zufall “Kontakt 1” werde … Und bis zum Ostseekai sind es auch nur 1,5 km – also rund 20 Minuten zu Fuß. Und da auf dem Weg auch noch ein Geocache liegt, kann ich den auch gleich noch loggen und damit das Souvenir für “Schleswig-Holstein” (das ist nämlich mein erster hier) sammeln.

An dieser Stelle möchte ich übrigens noch kurz einen Tipp einschieben: wer mit dem Auto anreist und ebenfalls im ZOB parkt, kann alternativ auch erst zum Ostseekai fahren, dort das Gepäck direkt am Schiff ausladen und abgeben und danach das Auto parken (evtl. Mitfahrer können dann ggf. auch gleich am Ostseekai bleiben und sich schon mal anstellen). Und vom ZOB geht es dann in rund 15 Minuten zu Fuß zum Ostseekai. Das nächste Mal würde ich das wohl so machen und den Zwischenschritt über den Hauptbahnhof weglassen.

Wegweiser zu AIDAprimaUm 11.15 Uhr erreiche ich das Cruiseterminal – zehn Minuten vor meiner Check-In-Zeit. Und da bin ich wohl nicht der Einzige – die Schlange vor dem Eingang reicht schon um die Ecke … und eine zweite Schlange für die Check-In-Zeit um 12.00 Uhr wird auch schon gebildet. Da bin ich ja mal gespannt, wie lange das dauert … ich befürchte vorsichtshalber schon mal das Schlimmste.

Und – “gefühlt” dauert es ewig.Tatsächlich bin ich aber bereits um 12.00 Uhr auf meiner Kabine.

  • 11.15 Uhr: Ich stelle mich an das Ende der Schlange.
  • 11.25 Uhr: Die Schlange setzt sich in Bewegung, sukzessive bewegt sie sich in Richtung des Eingangs
  • 11.35 Uhr: Ich stehe am Terminaleingang, meine Check-In-Zeit wird überprüft (das Paar vor mir macht sich nach deren Überprüfung übrigens gerade auf den Weg an das Ende der 12.00 Uhr-Schlange – die wollten besonders pfiffig sein und stehen jetzt ganz hinten)
  • 11.40 Uhr: Mein Gesundheitsbogen wurde eingesammelt, mein Antigen-Schnelltest von gestern auf dem Handy überprüft
  • 11.45 Uhr: Auf dem Weg zum PCR-Test erfolgt eine kontaktlose Temperaturmessung – scheint OK zu sein, ich kann nämlich weiter gehen
  • 11.47 Uhr: Der Abstrich für den PCR-Test erfolgt; hier kommen übrigens alle auf ihre Kosten: es ist ein kombinierter Rachen-/Nasenabstrich (und der in der Nase findet schon irgendwo in Nähe des Gehirns statt – zumindest fühlt es sich so an)
  • 11.50 Uhr: Der eigentliche Check-In-Prozess und die Ausgabe der Bordkarte erfolgt (ab hier unterscheiden sich die Zeiten dann übrigens ein bisschen zwischen Suitengästen bzw. Clubmitgliedern der Stufen Gelb/Grün/Gold und den anderen Reisenden, da erstere die “Überholspur” nutzen können und damit ein paar Minuten Zeitvorteil herausholen)
  • 11.55 Uhr: Sicherheitskontrolle und Welcome Foto
  • 12.00 Uhr: “Willkommen zuhause” – ich betrete AIDAprima und mache mich auf den Weg in meine Kabine

Also ganz ehrlich – das ist schon richtig gut gelaufen. Eine gute halbe Stunde ab der gebuchten Check-In-Zeit bis zum Erreichen der Kabine sind für Kontrolle, Check-In, PCR-Test, Check-In und Sicherheitskontrolle schon OK. Das sah viel schlimmer aus, als es tatsächlich war.

KabinenquarantäneJetzt heißt es also noch etwas warten, bis das positive Ergebnis (also das negative Testergebnis) verkündet wird und wir die “Kabinenquarantäne” verlassen können. Und das dauert dann gerade mal eine Stunde – um 13.00 Uhr ist alles klar: der Urlaub kann beginnen.

Inzwischen habe ich übrigens meinen Koffer bereits ausgepackt (der kam kurz nach mir an), das Kabinenvideo gedreht, die Kabinenfotos gemacht und den Blogeintrag von gestern Abend geschrieben.

Jetzt folgen noch die üblichen organisatorischen Dinge an Bord wie die Sicherheitseinweisung in kleinen Gruppen (die seit Corona ja die Seenotrettungsübung ersetzt), die Buchung des Getränkepakets, die Aktivierung des Armbands (und damit kann dann auch die Bordkarte in der Kabine bleiben). Außerdem storniere ich meine Pedelec-Ausflüge in Visby und Stockholm – die Wettervorhersage in Bezug auf Regen und die zu erwartenden Temperaturen sind dann doch nicht so, wie ich mir das zum Biken wünschen würde (ja, ich weiß … es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung).

Und damit kann der Urlaub dann jetzt wirklich beginnen …

 

 

 

Samstag, 18. September 2021, 12.54 Uhr</strong

So, jetzt muss ich erst mal noch den Eintrag zum gestrigen Abend nachholen – es ist dann doch etwas später geworden.

HafenrundfahrtGroße Pötte – kleine Züge“, so ist der Titel der Sonderveranstaltung des Miniatur Wunderlands, die aus zwei Teilen besteht: zunächst aus einer etwa einstündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse und danach mit einem Besuch im Miniatur Wunderland. Das Ticket hatte ich noch aus der “Lockdown-Zeit” übrig, so dass ich das für gestern Abend reaktivieren konnte. Und so bin ich mit dem Bus (Linie 6, hält direkt vor meinem Hotel und fährt praktisch bis direkt zum Miniatur Wunderland) gegen 19.30 Uhr losgefahren, um dann um 20.00 Uhr die Hafenrundfahrt zu machen. Und da habe ich dann auch zum ersten Mal gemerkt, dass mich diese Reise nicht in den warmen Mittelmeerraum führt, sondern in den kalten Norden. Winterjacke, Schal und Wollmütze sind jetzt das angesagte Outfit; die Badehose und die Flip-Flops bleiben dann wohl eher im Koffer.

Wunderland - PapamobilIm Anschluss geht es dann zu Fuß ins Wunderland (etwa 3 Minuten Fußweg), das heute bis 1 Uhr geöffnet hat – da bleibt also genügend Zeit, sich in Ruhe umzusehen. Und insbesondere diejenigen, die noch nie hier waren, werden diese Zeit auch brauchen, wenn sie auch nur einen Bruchteil der Details, die man sich hier anschauen kann, sehen wollen. Für mich neu ist im Übrigen Italien und dort insbesondere Rom und Venedig gewesen – beides gab es noch nicht, als ich das letzte Mal hier war.

Wunderland - VenedigDen Rückweg ins Hotel habe ich dann wieder mit dem Bus (dieses Mal Linie 2, die eine Straße weiter abfährt und auch bis zum Hauptbahnhof und damit bis zu meinem Hotel fährt) absolviert – bequemer geht es gar nicht und Dank des kostenlosen HVV-Tickets, das jeder Hotelgast für drei Tage erhält, auch nicht billiger.

Und da es inzwischen schon nach Mitternacht ist, geht es auch erst mal ins Bett – und die Fortsetzung folgt dann nachher …

 

 

 

Freitag, 17. September 2021, 18.31 Uhr</strong

So, der Test war negativ

DönertellerAlso gehts jetzt weiter mit dem Abendprogramm – der Dönerteller steht schon bei Salli’s bereit und danach gehts mit dem Bus ins Miniatur Wunderland in der Speicherstadt zu „Große Pötte – kleine Züge“.

Was das genau ist – dazu später mehr …

 

 

 

Freitag, 17. September 2021, 17.29 Uhr</strong

So, es ist soweit: meine beiden AIDA-Reisen stehen vor der Tür. Wie geplant bin ich heute Morgen mit dem Auto nach Hamburg gefahren, um im Falle eines Falles wieder nach Hause fahren zu können ohne mich irgendwo in Hamburg oder Kiel in Quarantäne begeben zu müssen.

Die Fahrt war relativ problemlos, nervig war nur die eine Baustelle zwischen Kassel und Hannover (die mehr oder weniger tatsächlich auch auf der ganzen Strecke ununterbrochen für ein etwas zähes Vorwärtskommen gesorgt hat). In Hamburg am Hotel angekommen hatte ich noch die Idee, kurz am Bahnhof mal mein Auto an eine Ladesäule zu hängen – die habe ich dann aber verwerfen müssen, da die vor dem Ohnsorg-Theater aktuell einer Baustelle zum Opfer gefallen ist und die Ladesäule am Bahnhof zwar verfügbar gewesen wäre, die zugehörigen Parkplätze aber von Nicht-Elektro-Autos blockiert waren. So wird das nichts mit der Elektromobilität in Deutschland – und genau das sind auch die Gründe, warum ich mich aktuell für einen Hybriden entschieden habe und nicht für ein reines E-Auto. So kann ich morgen früh nämlich trotzdem problemlos nach Kiel fahren (zwar mit etwas weniger E-Unterstützung als eigentlich gedacht, aber ich komme da wenigstens hin).

Ach ja, es wird ja immer wieder mal gern behauptet, dass Hybride ja eigentlich nur eine Mogelpackung wären … um mal kurz das Gegenteil zu beweisen:

VerbrauchIch bin insgesamt von zu Hause nach Hamburg 506 km gefahren, davon 178 km rein elektrisch (natürlich ohne unterwegs nachzuladen – und wenn man bedenkt, dass eine volle Akkuladung für rund 55 km reicht, sieht man da erst mal, wie viel Strom unterwegs durch Rekuperation erzeugt wird). Der daraus resultierende Verbrauch lag dann bei 4,4 Liter Benzin und bei 1,6 kWh pro 100 km. Ich denke, das ist nicht sooo schlecht … Aber dass nur mal am Rande – eigentlich wollt Ihr ja was zu den Kreuzfahrten hier lesen …

Nach dem Check-In in meinem Hotel (“Europäischer Hof“) gehe ich noch schnell über die Straße zum Hauptbahnhof, um bei Subway eine Kleinigkeit essen bevor ich den restlichen Nachmittag dann mit etwas Relaxen im Hotel verbringe. Um 18 Uhr geht es dann wieder rüber zum Bahnhof – da habe ich im dortigen Testcenter einen Antigen-Schnelltest für den morgigen Check-In auf AIDAprima gebucht. Und wenn da alles gut geht (sollte ich dann ja so gegen 18.15 Uhr per Mail bekommen) gibts dann in der Wandelhalle im Bahnhof einen Döner-Teller zum Abendessen.

CoronatestUnd was ist, wenn der Test – wider Erwarten und warum auch immer – positiv wäre? Nun, da weiß ich inzwischen ein bisschen mehr als Anfang der Woche. Inzwischen habe ich nämlich noch ein paar Infos von AIDA dazu erhalten (die allerdings erst morgen dann eine Rolle spielen, wenn der PCR-Schnelltest positiv sein sollte), habe aber auch eine Antwort auf meine E-Mail an das Hamburger Gesundheitsamt erhalten, wie man in einem solchen Fall vorgehen würde. Ich bin aktuell gerade dabei, das Ganze ein bisschen chronologisch aufzubauen und in einem kurzen Video zusammenzufassen – das wird dann übers Wochenende erscheinen, so dass dann hoffentlich ein bisschen mehr Klarheit herrscht, was passiert, wenn einer der Tests vor dem Einchecken positiv wäre. Bleibt also dran – ich verlinke das Video dann in einem der nächsten Blogbeiträge.

Und sobald ich mein Testergebnis weiß, geht es hier dann auch wieder weiter …

 

 

 

Samstag, 11. September 2021, 20.54 Uhr</strong

Noch eine Woche – dann geht es los. Genau genommen sogar schon am Freitag, da ich einen Tag vorher anreise. Geplant war das ursprünglich mit der Bahn – das habe ich inzwischen aber gecancelt: mir ist einerseits das Risiko zu groß, dass die GDL meine Bahnfahrten in den kommenden Wochen weiteren Streiks torpediert und andererseits scheint die Pandemie für die Bahn ja auch mehr oder weniger beendet zu sein. Zumindest wenn man so hört, wie manche Züge überfüllt sind, hält sich meine Begeisterung in Grenzen, da dann auch mehrere Stunden mittendrin zu sein.

Von daher habe ich mir für die Woche in Kiel einen Parkplatz im Parkhaus am ZOB für 54 € gebucht und anschließend für die Woche in Hamburg einen direkt am Cruise Center in Steinwerder für 109 €. Damit kosten die beiden Parkplätze zwar deutlich mehr als mich alle Bahnfahrten zusammen gekostet hätten (und da sind das Benzin und der Strom fürs Auto noch gar nicht berücksichtigt) – allerdings hat das eigene Auto in Schiffsnähe noch einen anderen Vorteil, der sich mir erst bei genauerer Betrachtung der notwendigen Tests für die Kreuzfahrten gezeigt hat: im Falle eines positiven Testergebnisses bei der Einschiffung oder beim Antigentest vor der Reise mit AIDAprima habe ich damit vermutlich die Möglichkeit, nach Hause zu fahren und meine dann anstehende Quarantäne dort zu verbringen.

Denn so richtig klar ist ja eigentlich nicht, was in Hamburg bzw. Kiel passiert, wenn einer der notwendigen Tests positiv ausfällt. Klar, AIDA nimmt mich (berechtigterweise) nicht mit – aber dann stehe ich erst einmal mit meinem Gepäck vor dem Kreuzfahrtterminal und muss hoffen, dass das jeweilige Gesundheitsamt einen Plan hat. Denn: mit der Bahn zurückfahren ist wohl genauso wenig eine Option wie die Rückreise mittels Mietwagen oder Flieger. Und auch der Check-In in irgendeinem Hotel für die Quarantäne wird für einen “Positiven” sicherlich eher nicht erwünscht sein. Von AIDA habe ich zum weiteren Vorgehen nur die Information erhalten, dass alle weiteren Schritte “im Einklang mit dem Gesundheitsamt vor Ort vorgenommen werden und man auf die Quarantänemaßnahmen keinen Einfluss habe”. Ich habe daher mal bei den Gesundheitsämtern in Kiel und Hamburg angefragt, wie man dort mit einem solchen Fall umgehen würde. Eine erste telefonische Reaktion aus Kiel habe ich dazu auch schon – da fehlen mir allerdings noch genauere Details. Sollte ich dazu mehr erfahre, werde ich das hier ergänzen – die Thematik dürfte vermutlich ja auch andere interessieren.

Für mich bedeutet das jetzt also, dass ich bereits am kommenden Freitag mit dem Auto nach Hamburg fahre, am späten Nachmittag am dortigen Hauptbahnhof einen Antigen-Schnelltest für die Einschiffung auf AIDAprima mache (da der frühestens 24 Stunden vor der Check-In-Zeit gemacht werden darf, kann ich ihn nicht zu Hause machen) und den Abend dann (endlich mal wieder) im Miniatur-Wunderland verbringe. Anschließend übernachte ich im Hotel und fahre dann weiter nach Kiel, um am Samstag auf AIDAprima zu gehen.