Der letzte Tag der Reise ist gekommen … heute heißt es nochmal Sonne tanken bevor es dann morgen Abend in die Sch…-Kälte nach Deutschland zurück geht.

Wir liegen immer noch in Itajaí, allerdings ist es stark bewölkt, so dass noch nicht so ganz klar ist, wie es heute mit dem Wetter weitergeht. Ich fange daher mal mit dem Frühstück an und schaue danach mal an Deck vorbei. Große Regenwolken kündigen eher Regen als Sonne – ich nutze daher soviel Zeit wie möglich im Freien. Von der Sonne ist nichts zu sehen, aber so lange es nicht regnet, ist es warm genug.


Diese Idee haben übrigens auch andere, die wieder einmal ihre gelb-weißen Handtücher auf den Liegen platzieren bevor sie zum Frühstück gehen. Neu ist aber die Variante, diese mit Kofferspanngurten gegen Wegfliegen zu sichern – und revolutionär, das mit Kofferspanngurten zu machen, die mittels Zahlenschloss gesichert werden … diese Liegen werden garantiert nicht nach 20 Minuten abgeräumt – der Einfallsreichtum mancher ist in der Tat unbegrenzt.

Leider ändert sich das Wetter dann doch im Laufe des Vormittag und es fallen einzelne Tropfen vom Himmel. Ich verlagere mich daher in den Saunabereich, lese dort noch ein bisschen, führe nette Gespräche und mache noch mal einen Saunakomplettdurchlauf.

Hier wäre es übrigens schön, wenn AIDA bei diesen internationalen Reisen (die also auch in Brasilien und Argentinien beworben werden) Hinweise in portugiesisch und spanisch am Saunabereich anbringen würde, die auf die deutschen Sitten in der Sauna hinweisen – ständig Leute in Badebekleidung in der Sauna zu haben ist ja nicht unbedingt ein hygienisches Highlight …

Glücklicherweise hat die Sonne dann nach dem Mittag doch noch ein Einsehen und kommt dann noch einmal mit aller Kraft zum Vorschein – zur Abrundung des Bräunungsgrads muss das nun reichen.

Das Mittagessen ignoriere ich nach dem opulenten Frühstück erneut und ersetze es mit viel Wasser im Saunabereich. Lediglich ein Muffin zur Kaffeezeit gibt die notwenige Kraft bis zum Abendessen.

Ja, und so beginnt dann auch langsam der letzte Abend an Bord. Der 5-nach-5-Aufguss ist dann erst einmal der letzte, bevor ich dann gegen 19.00 Uhr zum Abendessen gehe. Wie immer am letzten Abend gibt es heute das Farewell-Menü – und wie immer ist es gut …

Der Hummer ist allerdings auch dieses Mal mit Kaviar ersetzt worden – und für meinen Geschmack fehlen da immer noch ein paar „Zubehörteile“ wie z.B. halbe Eier oder angetoasteter Toast … aber das ist sicher auch Geschmacksache.

Und natürlich klappt es auch dieses Mal bei vielen Passagieren nicht mit dem „maßhalten“. Obwohl viele gar keine Ahnung haben wie (und ob) Kaviar schmeckt, wird es erst einmal aus dem vollen geschöpft – und hinterher wandert der Rest auf dem Teller („Ihhh, Fischeier…“) massenweise in den Müll.

Und dann beobachte ich ein anderes Highlight: eine siebenköpfige Personengruppe kommt ins Marktrestaurant, entscheidet sich für einen Achtertisch, entfaltet die Servietten, füllt die Gläser mit Wasser und Wein und ist gerade beim Plätzeverteilen als das Familienoberhaupt (oder wer da auch immer das Sagen hat) hinzu kommt, einen Tisch am Fenster als besser geeignet ansieht und alle den Tisch – so wie sie ihn zugerichtet haben – verlässt. Glaubt man nicht? Stimmt aber trotzdem …

Das Essen ist übrigens auch immer wieder ein gern genommenes Thema in der Sauna … und auch der Vergleich zu „Mein Schiff“ von TUI Cruises wird immer wieder gestellt. Und da muss man durchaus sagen, dass das Restaurantkonzept bei TUI, das ja i.w. auf dem Atlantik-Restaurant als Bedienrestaurant basiert, durchaus gut ankommt und von vielen den Buffetrestaurants bei AIDA vorgezogen wird (wobei das Buffetrestaurant „Ankelmannplatz“ auf der „Mein Schiff“ bei mehr oder weniger allen durchfällt). Allerdings gibt es ergänzend ja noch das all-inclusive-Konzept bei TUI Cruises, das ja auch verschiedene Restaurants beinhaltet (Gosch, Tapas y mas, …), so dass diese als Alternative zum Atlantik genutzt werden können. Zusammengefasst muss man wohl feststellen, dass AIDA den Markt entsprechend beobachten muss und ggf. die eine oder andere Modifikation des Konzeptes andenken muss.

So, genug über den Mitbewerber geschrieben – nachdem der Harald jetzt satt ist, geht es noch mal kurz auf die Kabine, die Bingoausrüstung einsammeln – und siehe da, die Reise-DVD liegt bereits auf dem Bett … da ist jetzt aber das untrügliche Zeichen, dass es bald vorbei ist – jetzt müsste nur noch einer zum Packen kommen … 😉

Ich habe dafür jetzt aber erst einmal keine Zeit – das Jackpot-Bingo ruft. Und heute ist nicht nur die Lambada-Bar randvoll sondern auch der komplette Teil des Calypso-Restaurants neben der Lambada-Bar. Das hat natürlich auch seinen Grund: im Jackpot sind heute sage und schreibe 1.400 €! Das wäre eine nette Finanzspritze für die Urlaubskasse …

Allein die Schnapszahlrunden dauern allerdings heute extrem lange – stehen doch jeweils mindestens siebzig Leute an Tobi’s Tisch. Und zumindest für zwei Gläser Sekt langt es – das Bingo holen sich andere. Der Gewinn muss zwar durch drei geteilt werden – aber knapp 500 € pro Person ist ja nun auch nicht soooo schlecht.

Aber gut – es hat nicht sollen sein … vielleicht klappt es dann ja nächste Reise …

Und während im Theater die Farewell-Show läuft und auf dem Pooldeck die Farewell-Poolparty startet, treffe ich mich mit Birga und Arndt an der Calypso-Bar … ebenfalls zum Abschiednehmen. Aber spätestens im Mai sehen wir uns dann ja auf der Mar wieder …

Dabei erfahre ich übrigens etwas über den gestrigen Abendausflug in Itajaí, bei dem es eigentlich ein brasilianisches Abendessen über den Dächern von Camboriú geben sollte. Irgendwie hat das logistisch aber nicht geklappt wie gedacht – die Aussicht und der Christo Luz sei zwar gut gewesen, aber das Essen war wohl weder geschmacklich noch mengenmäßig akzeptabel … von daher ist das Verhalten von AIDA, unaufgefordert den Ausflugspreis zu erstatten, zumindest positiv zu bewerten … unter dem Strich, war der Abend an Bord aber nicht unbedingt die schlechtere Alternative …

Gegen Mitternacht gehe ich auf meine Kabine, nicht jedoch ohne vorher letztmals meinen Rundgang auf Deck 6 gemacht zu haben – 36 km sind es jetzt zusammen geworden … eigentlich gar nicht sooo schlecht … 😉

Leider ist doch niemand gekommen, der meine Taschen gepackt hat – also fange ich jetzt doch langsam an, mich auf die Heimreise vorzubereiten und mein Gepäck auf meine beiden Taschen zu verteilen. Und da ich jetzt 2 x 23 kg mitnehmen kann, gibt es morgen beim Einchecken hoffentlich auch keine Probleme.

So, die Taschen sind gepackt und stehen vor der Kabine, ein paar Kleidungsstücke für morgen liegen bereit (wie man hört, hat das auf der letzten Reise jemand vergessen, so dass er – nur mit einem Handtuch bekleidet – morgens mit dem Shuttlebus ins Hafenterminal fahren musste, um sich zumindest das nötigste zum Anziehen aus seinem Koffer zu holen) und auch ein paar Schuhe ist noch außerhalb der Taschen …

So, und von daher geht es jetzt letztmals auf dem Schiff ins Bett – und morgen ist dann alles wieder vorbei …